Hans-Henning Borchardt und die Harzer Historie

Hans-Henning Borchardt und die Harzer Historie

Mit knappen Strichen und launigen Worten

Der frühere Bad Harzburger Rechtsanwalt/Notar und langjährige Ratsherr Hans-Henning Borchhardt hat um 1970 die Harzer Historie und vor allem aber auch die Bad Harzburger Geschichte mit spitzer Feder und sehr humorigen Sprechblasen zu Papier und anschließend in Buchform (Auflage vergriffen) gebracht. An das Werk und seinen Schöpfer soll hier erinnert sein.

Die Besiedlung der Harzer Wälder in grauer Vorzeit durch vorbeiziehende Völkerscharen wurde von Borchhardt als erste touristische Erschließung des Harzes ausgemacht. Der europäische Kaiser Karl der Große christianisierte die hier nun sesshaften Sachsen und lässt sie in den wilden Gebirgsbächen taufen.

Ein Höhepunkt unserer Geschichte findet 918 beim Vogelfang mit dem Antrag der Königskrone an den Sachsenherzog Heinrich statt. Der Harz wird damit zum Geburtsort des ersten deutschen Reiches. Den immer wieder herannahenden Hunnen wird mit der Kaiser-Pfalz Werla ein stabiles Bollwerk entgegen- und den ungarischen Einfällen ein Ende gesetzt.

Als Sohn von Heinrich I. wird Otto der Große in Rom zum Kaiser gekrönt und damit wird die immer noch hinterwäldlerische Harzregion mit der zivilisierten Welt des Heiligen römischen Reiches Deutscher Nation vereint. Die Städte Quedlinburg und dann Goslar werden dadurch der Mittelpunkt deutscher Könige und Kaiser.

Mit der Schatzkammer des Goslarer Rammelsbergs sichert sich der nunmehr salische Kaiser Heinrich III. eine stabile Geldquelle. Selbst der Papst Viktor II. kommt persönlich nach Goslar, um ihn hier zum Kaiser zu krönen. Die für das spätere Bad Harzburg so wichtige Entscheidung fiel durch seinen Sohn Heinrich IV. 1065 mit dem Bau der ersten Harzburg und weiterer Burgen um den Harz zur Unterdrückung der hier wohnenden Bevölkerung.

So geht es frei nach Hans-Henning Borchhardt Seite für Seite weiter in seinen beiden Büchern „Heitere Wanderung durch die bewegte Geschichte der Harzer bzw. Braunschweiger Lande“. Erschienen im Verlag seines Bruder Jobst Borchhardt.

Über den ersten welfischen Kaiser Otto IV. mit seinem Wirken von Braunschweig auf Goslar und dass Harzvorland, sowie durch seinen spektakulären Tod auf der HARZBURG. Das segensreiche Wirken von Herzog Julius mit der Erschließung Bad Harzburger Solequelle bringt dem damaligen „Amt Harzburg“ einen wirtschaftlichen Aufschwung, der bis heute anhält. Die Harzburger Sole sprudelt heute noch zum Wohle der Gäste und Bürger dieser Region.

Weiter wird die Neuzeit ab 1842 mit der Umstellung der Sole von der Salzgewinnung zu Heilbadezwecken mit den ersten Kurgästen in den Sole-Wannen eingeläutet. Aus „Neustadt unter der Harzburg“ wird Bad Harzburg.

Aber auch von der Veranstaltung der nicht gerade positiven Harzburger Front (1931) im Kurpark und der Einrichtung der innerdeutschen Grenzziehung (1961 – 1989) wird gezeichnet und berichtet. So könnte man immer weiter das skizzenhafte und leicht ironische Wirken von Hans-Henning Borchhardt für unsere Region beschreiben. Dazu kommen noch viele kulturhistorische Landschaftskarten im gleichen eigenwilligen Stil.

Die Burgbrunnen-Befahrung 1966

Die Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehr Bad Harzburg und des Technischen Hilfswerkes mit den Organisatoren: Hans-Henning Borchhardt (vordere Reihe 3. von rechts), Horst Woick und Dr. Meyer (hintere Reihe 2. und 3. von rechts)

Mit diesem Geschichtswissen kam Hans-Hennning Borchhardt auf die Idee, im Jahr 1966 den Harzburger Burgbrunnen zu erforschen. Mit ehrenamtlichen Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks und einiger Harzburger Bürger gelang es ihm, den geheimnisvollen und bis dahin nicht vermuteten vermeintlichen Fluchtstollen von Heinrich IV. zu erkunden. Viele Bürger unserer Heimat werden sich noch heute an diese spektakuläre Brunnen-Erforschung erinnern.

„Untertage“ gab es viel zu entdecken.  Bei 42,60 Meter Tiefe stand man schon auf einer Schuttsohle. Außer einem „modernen“ Gartenstuhl gab es keine historischen Dinge zu finden. Die gründliche Leerung des Brunnens um 1860 hatte ganze Arbeit geleistet. Aber die wichtigste Entdeckung war die Erkundung des bisher immer umstrittenen Stollen in Richtung Antoniusplatz. Dieser Stollen diente mit Sicherheit zur Wasserversorgung der Burg.  Nach der Art, Größe und Ausstattung könnte er aber auch gut als kurzer Fluchtstollen für den König HEINRICH IV. mit einem verdeckten Ausgang an der Bergböschung gedient haben. Leider wurde es versäumt, amtliche Archäologen an dieser Aktion zu beteiligen. So wird dieser Stollen  und damit seine Akzeptanz leider bis heute nicht zur Kenntnis genommen, obwohl er in Wirklichkeit vorhanden ist.

Auszug aus der Harzburger Zeitung vom 22. August 1966: H.-Henning Borchhardt (links) wird in die unbekannte Tiefe des Burgbrunnens abgeseilt und findet den vermeintlichen Stollen.

So ist es nach 950 Jahren seit der Fertigstellung der ersten HARZBURG durch HEINRICH IV. heute einmal Zeit an das überregionale und künstlerisch-historische Wirken von Hans-Henning Borchhardt zu erinnern und es zu würdigen. Nach dem Tod ihrer Mutter, einer geborenen Freiherrin von Bernewitz, ließen sich beide Brüder von ihrer Tante adoptieren. So sind beide Brüder Borchhardt heute unter dem Namen Freiherren von Bernewitz bekannt. Herr Freiherr Hans-Henning von Bernewitz verstarb 2013 bei Bonn am Rhein.

Mit dieser persönlichen Skizze von Hans-Henning Borchhardt an Horst Woick als Vermesser über die Erkundung des Burgbrunnens mit der „sagenhaften Krone“ und „dem vermeintlichen Fluchtstollen von HEINRICH IV. “ stellt Borchhardt die Arbeiten im Jahr 1966 mit der Freiwilligen Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk zur Brunnen-Befahrung dar.

2018 | Horst Woick

Ganz im Borchhardt-Stil zeichnete später Horst Woick selbst ein Bild zum Ende Otto IV., der an Diarrhoe auf der Harzburg starb.

— Das Borchardt-Buch zum Durchblättern | Seiten aus dem Woick-Archiv und dem Ahrens-Archiv

Silvester auf dem Besinnungsweg

Silvester auf dem Besinnungsweg
Alle Jahre wieder ein beliebter Termin: Die Führung zum Jahresausklang über den Besinnungsweg (Archivfoto 2024).

In 2025 noch einmal zur Besinnung kommen

Silvester ist der letzte Tag des Jahres und ein Tag der Traditionen: Berliner, Böller, Bleigießen. Und in Bad Harzburg der Besinnungsweg. Alle Jahre wieder bieten die Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe in Kooperation mit dem Förderverein Historischer Burgberg eine Jahresabschluss-Wanderung über den Besinnungsweg auf dem Sachsenberg an. Die Silvesterführung übernimmt wieder der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Reinhard Vierke, gemeinsam mit Sonja Vierke.

Start ist am Mittwoch, 31. Dezember 2025, um 11.00 Uhr, Treffpunkt ist an der Tourist-Information am Parkplatz der Burgberg-Seilbahn. Mit der Seilbahn (optional, Selbstzahler) geht es dann auf den Großen Burgberg. Dort startet die eigentliche Wanderung zunächst zum Einstieg in den Besinnungsweg am Antoniusplatz. Auf dem Rundgang zum Jahreswechsel werden die acht Verweilstationen und der Krodo erläutert.

Die Teilnahme an der geführten Wanderung kostet 5,00 Euro, mit Gästekarte 3,00 Euro. Die Silvestertour dauert etwa drei Stunden, Rucksack-Verpflegung wird empfohlen.

Der Bußgang nach Canossa

Der Bußgang nach Canossa
Das Eingangs-Relief an der historischen Burgruine CANOSSA: Papst Gregor VII. erteilt 1077 dem König HEINRICH IV. die Absolution.

Der Buß-Gang nach CANOSSA

Vorbemerkung: Der besondere Streit im Jahr 1077 zwischen der katholischen Kirche mit Papst GREGOR VII. als Nachfolger von Petrus auf der einen Seite und dem von Gott gewählten König (ab 1084 Kaiser) HEINRICH IV. auf der anderen Seite sowie die besondere Abbitte des späteren Kaisers gegenüber der Kirche steht bis heute sinnbildlich für eine oft unmögliche Lösung eines besonderen Streites. Letztlich verdeutlicht dies der Ausspruch des Reichskanzlers Otto v. Bismarck zu einem ähnlich gelagerten Streitfall: „Nach CANOSSA gehen wir nicht!“ in einer Sitzung des Reichstages im Jahr 1872 in Berlin. Beide Streitfälle haben einen Bezug zum heutigen Bad Harzburg – Die HARZBURG von HEINRICH IV. und der CANOSSA-Obelisk (Bismarcksäule) auf dem Großen Burgberg in Bad Harzburg.

Viele Wissenschaftler haben sich der Thematik und des besonderen Problems dieser Streitfälle angenommen. Letztlich bleibt dabei bis heute die große Frage, wer war der Gewinner des  historischen Investitur-Streits?

Den bisherigen wissenschaftlichen Deutungen der Hintergründe möchte ich mich hiermit nicht anschließen, stattdessen möchte ich „nur“ die besonderen Hintergründe beider Streitfälle aus Bad Harzburger Sicht beleuchten und damit die Vorgänge über die Region „Tuszien/Canossa“ (Italien) besonders auf die Region Goslar ausdehnen.  Der Bußgang König HEINRICH IV. begann 1076 auf Umwegen von der Kaiserstadt Goslar und dann als ernsthafter „Schachzug“ über Tribur, Worms, Speyer, Besancon, Genf, Monte Cenis / Susa, durch die Po-Ebene nach Parma und damit in die „Regio Emilia“, dem Herrschaftsbereich der Markgräfin Mathilde von Tuszien.

1047 – Kaiser Heinrich III.bei Rückkehr zu Pferde aus Italien, dabei in der Sänfte der damalige Papst Victor II. und in schwarzer Kutte der Mönch Hildebrand (der späterer Papst Gregor VII.).

Zur Entstehung und späteren Lösung dieses Streitfalles waren vier wesentliche Hauptfiguren, der salische König HEINRICH IV (geb. 1050 in Goslar – gest. 1106 Lüttich), der Papst GREGOR VII (um 1025 / 30  Sovana / Toskana – 1085 Salerno) und die Markgräfin Mathilde von Tuszien (1046 Lucca – 1115 Bondeno di Roncore). Ferner der Abt Hugo von Cluny, als beidseitig anerkannter Vermittler. Vor und während der weiten Anreise beider Parteien, zwar räumlich stark voneinander getrennt, waren sie aber alle (kaum vorstellbar) doch seit Jahrzehnten durch viele Begegnungen, unter anderem am Hof der salischen Kaiser in Goslar, persönlich sehr gut bekannt.

Die Vorgeschichte: Die salischen Kaiser und Könige hatten sich bei ihrer „Regierung aus dem Sattel“ seit Kaiser HEINRICH II. (973 Bad Abbach – 1024 Göttingen) die Region Goslar immer wieder als einen beliebten Aufenthaltsort auserwählt. Kaiser HEINRICH III. (1016 oder 1017? – 1056 Bodfeld/Harz)  feierte alljährlich mit der Familie und Anhang das Weihnachtsfest in Goslar. Häufig dabei der Abt Hugo von Cluny (1024 Semur-en-Brionais – 1109 Cluny) und ein ganz besonderer Mönch mit Namen HILDEBRAND (um 1025/30  Sovana – 1085 Salerno).

Beim Vergleich der Geburtsdaten ist bemerkenswert, dass alle auf den gleichen Zeitraum des 11. Jahrhunderts fallen, aber die Geburtsorte auf das heutige Deutschland, Italien und Frankreich verteilt sind. Selbst aus heutiger Sicht ist es fast unverständlich, dass diese Personen dann in dieser Zeit mit so großen Entfernungen immer wieder so eng zusammenkommen und die Geschichte des „Heiligen römischen Reiche deutscher Nationen“ gestalten können.

Beginnen wir jetzt mit der Geburt des späteren Königs und Kaisers HEINRICH IV. Er wird am 11. November 1050 als Sohn vom Kaiser HEINRICH III. in Goslar geboren. So wächst er am Hofe zusammen mit gleichaltrigen Kindern und unter zeitweiliger Obhut von Herzog OTTO von Northeim (1020 Northeim – 1083?) auf.

Zur gleichen Zeit befindet sich die spätere Markgräfin Mathilde von Tuszien/Italien als kleines Mädchen, zugleich als Cousine von Heinrich; zusammen mit ihrer Mutter im Gefolge von Heinrich III in Gefangenschaft. Sie sind zwar als Geißel am Hofe, aber können sich im Gefolge des Kaisers frei bewegen und so am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Mathilde ist vier Jahre älter als Heinrich. So werden sie enge Spielkameraden und es wird für beide an eine spätere, politisch wertvolle Kinderhochzeit gedacht. Der etwa 20 Jahre ältere Mönch Hildebrand, gleichfalls als älterer Begleiter des Kaisers, ist häufig über die wilden Spielereien der Kinder verärgert, was er auch in seinen wertvollen Niederschriften zum Ausdruck bringt.

Kaiser HEINRICH III. und Kaiserin Agnes von Poitou an der Wiege des Neugeborenen HEINRICH IV. in der Kaiserpfalz Goslar.

Bereits 1053 wird HEINRICH IV, wie im Mittelalter schon üblich, im Alter von 3 Jahren zum Nachfolger seines Vaters gewählt. Im Jahr 1056 ist der Kaiser HEINRICH III. wieder einmal in Goslar und richtet eine mehrtägige Jagd bei Bodfeld im Ostharz aus. Der Überlieferung zufolge erleidet er eine Lebensmittelvergiftung und stirbt dadurch am 5. Oktober in seinem Jagdhaus.

Damit ist plötzlich der fast sechsjährige HEINRICH der rechtmäßige Nachfolger seines Vaters und wird römisch-deutscher König. Damit verändern sich auch Gepflogenheiten am Hofe und Mathilde reist mit ihrer Mutter frei nach Tuszien in ihrer Heimat in Italien zurück.

Noch auf dem Sterbebett setzt HEINRICH III. seine Ehefrau und Kaiserin zur Regentin für den unmündigen HEINRICH IV. ein. Durch ihre Unfähigkeit zieht sie sich aber schnell die Unzufriedenheit der Fürsten zu und verliert an Macht.

So kommt es im April 1062 während eines Aufenthaltes im Bereich Worms zu einer geplanten Entführung durch den Erzbischof von Köln, der den Jungen zu einer Bootsfahrt auf dem Rhein eingeladen hatte. Der kann zwar in voller Bekleidung in den reißenden Fluss springen, wird aber durch seine Häscher wieder in das Boot gezogen.

Heinrich IV. befindet sich nun in der Gewalt des Kölner Erzbischofs und seine Mutter Agnes entzieht sich durch Flucht und flieht nach Rom zur Papst Alexander II in Italien. Wieder ändern sich die Machtverhältnisse im Reich und Erzbischof Albert von Bremen und Hamburg übernimmt ab 1064 die Regentschaft.

Im Jahr 1066 wird Heinrich volljährig und übernimmt nun als König mit einer Fülle von Beratern und Freunden die Regierung des „Heiligen Römischen Reiches Deutsche Nationen“. In diese Zeit fällt auch die Erbauung der Harzer Burgen, insbesondere seiner Lieblingsburg, der HARZBURG (1065 – 1068). In der nachfolgenden Zeit wenden sich auch die Machtverhältnisse im Bereich der Fürstentümer in Sachsen und sein bisheriger Förderer, Fürst Otto von Northeim wird sein größter Widersacher. Der Höhepunkt wird mit dem Sachsenaufstand erreicht und Heinrich IV. muss im August 1073 nach mehrmonatiger Belagerung von der HARZBURG fliehen.

Der zwölfjährige Heinrich IV. versucht durch den Sprung in den Rhein zu fliehen. Er wird aber von den Häschern des Erzbischofs von Köln entführt.

Im Vertragsfrieden zu Gerstungen kann er im Februar 1074 zwar die Machtfülle seines Vaters zurückgewinnen, aber weitere Herrschaftsfehler bringen ihn nun an den Rand des Unterganges. Im Jahr 1073 wird der dem König Heinrich IV. gut bekannte frühere Mönch Hildebrand zum Papst GROGOR VII. gewählt. Damit ergab sich ein neues Streitfeld.

Es kommt nach verschiedenen Auseinandersetzungen zwischen den Mächten der Regenten und der Kirche zum Investitur-Streit. Wer ist stärker, der von Gott (und dem Papst) gewählte König und Kaiser, oder der vom Kaiser ernannte Papst?

Heinrich IV. setzt im Januar 1076 Papst Gregor VII. ab, im Februar 1076 setzt daraufhin Papst Gregor VII. seinerseits König Heinrich IV. ab und belegt ihn mit dem Kirchenbann.  Was ist nun zu tun? Jeder der beiden Streithähne hat schon einen Nachfolger parat.  Heinrich IV. kann nur versuchen, den Papst militärisch festzusetzen. Aber der sitzt in Rom und hat bereits zum Frühjahr 1077 die Wahl eines neuen Königs mit den Fürsten vereinbart. Beide Parteien kommen zum gleichen Entschluss, wer zuerst seine Entscheidung zum Erfolg führt, der hat wohl gewonnen. Gesagt, getan.

Heinrich IV. entschließt sich Ende 1076 mit einer kleinen Streitmacht gegen Rom zu ziehen und den Papst gefangen zu nehmen. Gregor VII. bereitet die Wahl des neuen Königs vor und begibt sich mit Gefolge auf den Weg nach Süddeutschland, wo die Fürsten sich im April 1077 in Augsburg zur Wahl des neuen Königs treffen wollten. Damit waren beide Parteien unterwegs.

Heinrich IV. zieht über Tribur und Speyer zuerst nach Besancon im Burgund. Dort wird er vom verwandtschaftlich bezogenen Herzog Wilhelm I. und Gattin herzlich empfangen. In Besancon wird das Weihnachtsfest 1076 kurz gefeiert und die Weiterreise über die verschneiten Alpen besprochen.

Alle Alpenpässe sind von den dortigen Fürsten für den abgesetzten König gesperrt, nur der Pass am „Monte Cenis“ befindet sich im Wirkungsbereich des Herzogtum Burgund. Die Erlaubnis war für Heinrich IV. aber nur gegen andere Zugeständnisse zu erhalten. Es wird zudem vor den winterlichen Verhältnissen in den Alpen sehr gewarnt.

Der Tross zieht über Genf weiter an den Monte Cenis. Ortskundige Führer begleiten die Gruppe unter unsäglichen Gefahren und Unfällen über den Gebirgspass. Sie erreichen trotz vieler Verluste die Stadt Susa auf der Südseite des Gebirges. Dieser Engpass ist nun geschafft und es geht weiter nach Turin, wo König Heinrichs Gattin Berta von Turin und jetzige Königin von Geburt zu Hause ist. Päpstliche und königliche Kuriere befördern unterschiedliche Botschaften hin und her. So ist jede Seite fast immer gut informiert.

Durch die Po-Ebene mit den Städten Pavia und Placenza wird die Heimat von König Heinrichs Jugendfreundin Mathilde von Tuszien bei Parma im Januar 1077 erreicht. Papst Gregor VII. (zur Erinnerung: ehemals Mönch Hildebrand) erreicht als erster die Reggio Emilia mit dem Sitz der Gräfin Mathilde in Mantua. Den Beiden wird jetzt ein sehr enges, freundschaftliches Verhältnis nachgesagt.

Mathilde bietet dem Papst ihre uneinnehmbare Burg CANOSSA als Quartier an. Kurze Zeit später erreicht König Heinrich IV. seine ehemalige Freundin und jetzige Gräfin Mathilde von Tuszien. Sie übergibt Heinrich ihr Schloss BIANELLO als Standquartier in einer Entfernung von rund 10 Kilometern und damit in fast unmittelbarer Nähe zu CANOSSA.

Zwei historische Bilder von dem in Buße wartenden König Heinrich IV., drei Tage in Schnee und Eis vor dem Eingangstor der Burg Canossa.

Nun sind alle Drei nach vielen Jahren wieder in nächster Nähe zusammen. Dazu viele Berater aus den gemeinsamen Zeiten in Deutschland und vor allem dem Harz. Eine wesentliche Rolle als Vermittler übernimmt denn auch für alle Drei der aus alten Zeiten bekannten Abt Hugo von Cluny.

Machen wir es jetzt kurz: König Heinrich befindet sich im wundervollen Schloss Bianello, der Papst auf der wohl in winterlichen Zeiten kühlen Burg Canossa. In den umgebenden Bergen und Tälern liegt tiefer Schnee bei eisiger Kälte. Der von der Kirche verbannte König muss sich dem Ritual unterwerfen, drei Tage an dem Tor der Burg Canossa um Einlass und Wiederaufnahme in die Kirche zu bitten.

Unvorstellbar, dass jemand diesen Einsatz unter diesen Voraussetzungen aushalten kann. Nach Ablauf der Frist muss der Papst den König Ablass erteilen und ihn wieder im Kreis der Kirche mit seiner Königswürde anerkennen. Wenn man die Landschaft und den strengen Winter 1077 berücksichtigt, kann man kaum davon ausgehen, dass Heinrich IV. es dort drei Tagen mehr oder wenig ohne Schutzbedachung vor dem Tor der Burg Canossa ausgehalten hat.

Wenn man die Strecke, wie wir selbst, einmal  abgewandert ist, dann liegt die Vermutung nahe, dass er die Zeit wohlbehütet im Schloss Bianello verbracht hat, aber jeden Tag von dort zur Burg Canossa geritten ist. Dort hat er an das Tor geklopft und dem Ritual nach um Einlass gebeten. Zweimal ohne Erfolg, am dritten Tag erfolgte der päpstliche Ablass. Man denkt, es ist nun vollbracht, aber der Streit ging später weiter, aber da dann unsere Region GOSLAR keine Rolle mehr spielt, endet für uns hiermit der „Gang nach CANOSSA“! 

Der Förderverein startet nach Canossa

Die Bad Harzburger Canossa-Erkundungsgruppe überquert auf einem Pfad und zu Fuß den Monte Cenis.

Nun hat aber das heutige Bad Harzburg als einziger Ort auf der ganzen weiten Welt dem historischen Standort der HARZBURG einen CANOSSA-Obelisken. Dazu einen „Förderverein Historischer Burgberg“, der sich dieser Ausnahme-Situation bewusst ist. Also wurde im Jahr 2008 beschlossen, wir fahren mit dem Bus nach Canossa.

Zuerst erkunden der 1. Vorsitzende Dr. Georg Faust und Geschäftsführer Horst Woick in einer Dreitagefahrt mit dem PKW die möglichen Standorte. Dann gingen 40 Mitglieder auf die Reise. Auf der historischen Route 1076 vom König HEINRICH IV. wurden die einzelnen Standorte erreicht und teilweise zu Fuß erwandert. So auch die Burganlage in Besancon. Ein Aufstieg verschafft allen einen guten Ausblick auf die weitläufige Stadt.

Weiter ging die Busfahrt zum Genfer-See und von dort durch die alpine Südschweiz zur Schweizer Grenze mit Italien. Der abenteuerliche Aufstieg zum Monte Cenis kann begonnen werden. Allerdings sind jetzt die Jahreszeit und Wege-Verhältnisse völlig anders und vor allem harmloser als vor fast 950 Jahren. Der damals völlig zugeschneite Alpenpass musste inzwischen einem Stausee weichen und der historische Pfad wurde als Weg über das Bergmassiv verlegt.     

Damit hatte der Harzer Reisegruppe den Abschluss der Canossa-Fahrt erreicht. Viele kennen den Sinn und Bedeutung des Ausdrucks „Der Gang nach CANOSSA“, aber kaum jemand kennt den Ort und die wahren Hintergründe dieses historischen Ereignisses. Danach erfolgte die Rückreise, vorbei am Bodensee nach Bad Harzburg. Zurück zum CANOSSA-Obelisk auf der HARZBURG, die seinerzeit von König Heinrich IV. als eine der ersten Höhenburgen errichtet wurde.

Der Canossa-Obelisk

Im Jahr 1872 hatte der damalige Reichskanzler Otto von Bismarck einen ähnlichen Streit mit der katholischen Kirche und damit auch dem Papst. Er brauchte als evangelischer Christ keinen Bußgang und beendete den Streit im Berliner Reichstag mit den kurzen Worten: „Nach Canossa gehen wir nicht!“. Es gibt in Deutschland viele Bismarck-Türme oder Denkmäler, aber nur einen Bismarck-Obelisk, der so mit den Bezug zum „Gang nach Canossa“ mit seinen markigen Worten erinnert. Daher muss diese Bismarck-Säule in Wort und baulicher Gestaltung eigentlich „Canossa-Obelisk“ heißen.

Die wohlhabenen Bürger der damaligen Stadt „Neustadt unter der HARZBURG“ spendeten für diesen Obelisken, der dann im Jahr 1877  aus Eckertaler Granit errichtet wurde. Es gab darüber aber auch großen Unmut bei den katholischen Bürgern im damaligen „Amt Harzburg“. Aber auch dieser Streit konnte auf ähnliche Weise beendet werden. Im heutigen Ortsteil Bündheim wurde eine katholischen Kirche mit Namen „Gregor VII“ geweiht. So wurde auch dieser „Gang nach Canossa“ beigelegt.

Heute gehen unsere Gedanken über solche Fragen hinaus. Wir leben im geeinten Europa und feiern gemeinsam jährlich einen Europa-Tag. Aus diesem Anlaß hat der 1. Vorsitzende Dirk Junicke seine Mitglieder und Sponsoren vom Förderverein Historischer Burgberg  zur Feier des Europa-Tages 2021 in Erinnerung an einen „Gang nach Canossa“ zum CANOSSA-Obelisk geladen.

Am Schluss verbleibt, wie immer die Frage, wer hat denn nun bei allen Auseinandersetzungen gewonnen? Nach meiner Auffassung – keiner. Aber jeder auf seine Art. So ist es nun mal, im Kompromiss liegt der Erfolg.

Damit hat Bad Harzburg mit dem herausragenden CANOSSA-Obelisk auch im europäischen Gedanken ein besonderes Teil gewonnen. Für alle Zukunft auch ein Alleinstellungsmerkmal in Europa besonderer Art. So wird der historische „Gang nach Canossa“ auch hier in ganz wichtiger Erinnerung bleiben.

12. Nov. 2021 – – – Horst Woick

Weitere Bilder rund um die historischen Begebenheiten und die Fahrt des Fördervereins Historischer Burgberg Bad Harzburg nach Canossa

König Heinrich IV. bitte vor Papst Gregor VII. um Wiederaufnahme in die katholische Kirche und um seine Königswürde. Links Gräfin Mathilde von Tuszien und die anderen Würdenträger.
Am Schluss des Bußganges erfolgte die rituelle Fußwaschung zwischen den zerstrittenen Papst und König, sowie den Schlichtern Mathilde v. Tuszien und dem Abt  Hugo v. Cluny.

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Präsentation Burgbrunnen

Präsentation Burgbrunnen

Weniger Bewegtbild, dafür um so mehr Wissen transportieren die Vorträge, die der seit dem 12. November 2025 nun 92-jährige Horst Woick geschaffen hat. Das Problem: Als guter Rhetoriker hat Horst Woick Reden und eben auch Vorträge stets frei gehalten. Nach und nach werden die Folien der Präsentationen nun „untertitelt“ und wie „Der Burgbrunnen auf der Harzburg“ ebenfalls auf YouTube und auf dieser Website gezeigt.

Das Titelbild der Präsentation stammt von Klaus Röttger. Zwei weitere Zeichnungen um die Flucht Heinrich IV. hat Andreas Pages geschaffen.

Rückenwind für den Turm-Plan 

Rückenwind für den Turm-Plan 

Starkes Votum für die nächste Stufe

Das Turmbau-Projekt des Fördervereins Historischer Burgberg ist einen wichtigen Schritt weiter. Mit einem starken, einstimmigen Votum (bei 2 Enthaltungen) hat die Mitgliederversammlung den Vorstand beauftragt, den mit Stararchitekt Max Dudler eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.

Hält der Zuspruch an, den das Vorhaben bislang von so vielen Stellen und von so wichtigen Institutionen erfährt, wäre der nächste konkrete Schritt die archäologische Voruntersuchung des Schöne-Ecke-Areals zwischen Turmstumpf und Burgbrunnen. Auf rund 100.000 Euro werden die Kosten für die Grabungen veranschlagt.

Überzeugungsarbeit unter den Mitgliedern musste der Vorstand um Dirk Junicke am Geburtstag Heinrich IV., traditionell der Termin für Versammlung und Gänseessen, nicht leisten. Zwar wurden vereinzelt Stimmen laut, die für eine Überarbeitung der vorliegenden Dudler-Pläne im Detail plädierten, gegen die grundsätzliche Ausrichtung des Vorhabens jedoch gab es keine Einwände.

Dabei stellte Ehrenvorsitzender Horst Woick heraus, dass der Turm auf dem Burgberg auch das „magische Dreieck Pfalz Werla – Kaiserpfalz Goslar – Harzburg“ komplettiere. Und Vorsitzender Dirk Junicke überzeugte mit der Darstellung der Nutzungsmöglichkeiten. Etagenweise könnten im Turm beispielsweise Informationen zur Harzer Burgenlandschaft insgesamt, zu den Kaisern auf der Harzburg oder auch zum Götzen/Sachsengott Krodo aufbereitet werden.

Einen Tag vor seinem 92. Geburtstag ließ sich Ehrenvorsitzender Horst Woick (2.v.re.) die Teilnahme auf dem Burgberg an des Kaisers Geburtstagsfeier nicht entgehen.

Der Anbau Schöne Ecke könnte zudem Seminar- und Eventräume beherbergen. Vor allem aber erfülle er auch die Funktion, den historisch bedeutsamen und sagenumwobenen Burgbrunnen besser erlebbar zu machen.

Rückenwind für solche Überlegungen bescherte auch Ratsherr Henning Franke. Er gab allerdings auch zu bedenken, dass Stadt und Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe (KTW) absehbar nicht über die Mittel verfügten, um das Projekt über handwerkliche Unterstützung hinaus auch finanziell zu fördern. Er verwies auf mögliche Fördermittel auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene, betonte jedoch auch, dass Vorarbeiten erforderlich seien, um solche Mittel beantragen zu können.

Auf mögliche „Ko-Kriterien“ auf dem langen Weg bis zur Vollendung des rund 7 Millionen Euro schweren Projekts (5 Millionen Turm, 2 Millionen Schöne Ecke) wies auch Vorsitzender Dirk Junicke hin. Die Liste reicht von der erforderlichen Entlassung der Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet über die Aufstellung eines Bebauungsplans bis hin zu den gegebenenfalls anstehenden Grabungen der Denkmalschutzbehörden.

Mut, das Millionen-Vorhaben weiter anzugehen, macht dabei auch die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Mit 105 Vereinsangehörigen ist die 100er Schallmauer durchbrochen – obwohl der Förderverein mehrere Todesfälle zu beklagen hatte. Darunter den beratenden Archäologen Thomas Moritz, dessen verdienstvolle Arbeit Dirk Junicke noch einmal würdigte.

Vorsitzender Dirk Junicke erläutert die nächsten Schritte auf den Weg zum Turmbau.

Die Finanzierung des Mammutprojekts, auch darüber herrschte Einigkeit, könne nur mit starker Unterstützung aus der Bürgerschaft gelingen. Obwohl Schatzmeister Stefan Scholz von einem sehr guten Kassenstand berichten konnte.

So hofft der Förderverein für die Zukunft auf vermehrtes Spendenaufkommen, wie es bei anderen (kleineren) Vorhaben von Jungbrunnen über Radau-Wasserfall bis zur Harzsagenhalle andere Institutionen schon erleben durften. Zudem sollen Spendenbüchsen aufgestellt werden und ist geplant, die Treppenstufen im Burgturm quasi zu „verkaufen“ (Spendername eingemeißelt).

Läuft alles absolut perfekt könnte mit dem eigentlichen Bau der Anlage frühestens 2027 begonnen werden. Wobei Horst Woick eine klare Zeitvorgabe machte: „Im Jahr 2068 wäre die Harzburg 1000 Jahre alt geworden. Bis dahin sollte der Turm stehen.“

Über den großen Turm-Plan vernachlässigte der Förderverein derweil jedoch die vielfältigen „alltäglichen“ Aufgaben nicht. Stellvertretender Vorsitzender Reinhard Vierke über gelungene Arbeiten im Bereich Besinnungsweg/Sachsenberg, wies allerdings auch auf Probleme auf dem Kleinen Burgberg (zuwachsende Wege, demolierte Infostelen) hin.

Die Stimmung trüben konnten solche Punkte allerdings nicht wirklich, zumal das traditionelle Gänseessen im Gasthaus „Aussichtsreich“ anstand. Und dies soll nicht die letzte gesellige Zusammenkunft der Vereinsmitglieder in diesem Jahr gewesen sein: Am 15. Dezember 2025 steht wieder die ebenfalls schon traditionelle Zusammenkunft auf dem Wintertreff auf dem Port-Louis-Platz an.

Einladung zu Turmplänen und Gänsebraten

Einladung zu Turmplänen und Gänsebraten

Großes „Geschenk“ zu Kaisers Geburtstag

Den Geburtstag von Kaiser Heinrich IV., Bauherr der Harzburg, wollen die Mitglieder des Fördervereins Historischer Burgberg wie in jedem Jahr stilvoll mit einem Gänsebratenessen im Gast- und Logierhaus „Aussichtsreich“ feiern. Wobei das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden wird: Die turnusmäßige Mitgliederversammlung steht an. Formal eine „ordentliche“ Versammlung, allerdings mit einem außerordentlichen Tagesordnungspunkt: Die Fortführung der Turmbaupläne soll sozusagen das große Geschenk zum 975. Geburtstag des Saliers sein.

Unsere „ordentliche“ Mitgliederversammlung ist in diesem Jahr allerdings allein mit Blick auf die Zukunft des Burgbergs und die „Turmpläne“ des Architekten Max Dudler eine eher „außerordentliche“ – weswegen der Vorstand auf besonders starke Resonanz der Mitglieder hofft.

Die Mitgliederversammlung beginnt am Dienstag, 11. November 2025, angesichts hoffentlich angeregter Diskussionen bereits um 11.30 Uhr im Gast- und Logierhaus „Aussichtsreich“ auf dem Burgberg.

Die Tagesordnung:

TOP 1:   Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Dirk Junicke

Feststellung der Beschlussfähigkeit
Genehmigung des Protokolls der MV vom 11.11.2024
Das Protokoll liegt im Aussichtsreich aus und kann auf
der Website (siehe unten) eingesehen werden

TOP 2:   Ehrung der Verstorbenen

TOP 3:   Bericht des 1. Vorsitzenden

TOP 4:  Bericht des Schatzmeisters

Aussprache über die Berichte

TOP  5:  Bericht der Kassenprüfer

TOP  6:  Entlastung des Vorstands  

TOP 7: „Turmbau“ und weitere Pläne 2026

Der 1. Vorsitzende bilanziert das bisherige Vorgehen, das auf dem Beschluss der Mitgliederversammlung vom 11.11.2024 zur Auftragserteilung an ein Architekturbüro basiert. Nach der Vorstellung der „Turmbaupläne“ durch den Architekten Max Dudler im Bündheimer Schloss gilt es nun, die weiteren Schritte abzustimmen und den Vorstand mit entsprechenden Beschlüssen der Mitgliederversammlung auszustatten.

Im Wesentlichen geht es darum, die bislang so wohlwollende Begleitung durch die Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe als Grundeigentümerin sowie der involvierten Behörden und Institutionen in weiteren Planungsgesprächen auszubauen. Grundlage für diese Gesprächsrunden sind die Pläne Max Dudlers (liegen im Aussichtsreich aus und können auf der Website begutachtet werden).

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Kostenermittlung und Finanzierung der vom Nds. Landesamt für Denkmalpflege geforderten archäologischen Bodenuntersuchung in dem Bereich zwischen Pulverturm und Burgbrunnen. Dabei ist nach dem bisherigen Erkenntnisstand von einer Größenordnung von rund 100.000 € auszugehen.

Die Mitgliederversammlung möge demzufolge beschließen, dass:
(a) der Vorstand das Projekt in Gesprächen mit allen beteiligten Stellen vorantreibt und
(b) der Vorstand Finanzierungsquellen für die Bodenuntersuchung erschließt. Dabei ermächtigt
(c) die Mitgliederversammlung den Vorstand, bis zu 50.000 € aus dem Vereinsvermögen freizugeben.
(d) Der Vorstand wird beauftragt, bis spätestens zur Mitgliederversammlung 2026 ein Konzept zum Betrieb der Turm-Anlagen auf dem Burgberg vorzulegen. Dabei könnte sowohl eine Stiftung wie auch nach dem erfolgreichen Modell der BÜCHER-HEIMAT eine gemeinnützige GmbH als Träger in Frage kommen.

TOP 8:  Veranstaltungen 2025/2026      

TOP 9:  Verschiedenes

Anträge zur Tagesordnung sind bis zum 5.11.2025 schriftlich per Post an die Vereinsadresse Am Schlosspark 17, 38667 Bad Harzburg, oder per E-Mail info@die-harzburg.de einzureichen.

***

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung findet im „Aussichtsreich“ unser traditionelles Gänseessen zu Ehren des 975. Geburtstages Kaiser Heinrich IV. statt. Nach mehreren Jahren, in denen der Förderverein dank einer großzügigen, aber mittlerweile aufgebrauchten Hinterlassenschaft von Frau Hedie Loose einladen konnte, müssen die Kosten des Gänseschmauses nun wieder von den Teilnehmern selbst getragen werden. Der Förderverein steuert allerdings weiterhin Getränke zum kaiserlichen Geburtstagsmahl bei.

Eine Rückmeldung zur Teilnahme am Gänseessen ist bis zum 5.11.2025 schriftlich per Post an die Vereinsadresse Am Schlosspark 17, 38667 Bad Harzburg, oder per E-Mail info@die-harzburg.de oder telefonisch unter der Rufnummer (05322) 2323 sowie 0171/8694128 erforderlich.

Das GZ-Burgberg-Interview mit Horst Woick

Das GZ-Burgberg-Interview mit Horst Woick
Horst Woick (2.v.l.) in seinem Element: 2014 enthüllt er auf dem Burgberg testweise das Plastikmodell der Harzburg, das später gegen ein aus Eisen gegossenes ersetzt wird. Foto: Schlegel

Eine Lösung für die Zukunft

„Was sagt ein Burgberg-Experte zu den millionenschwerer Turmplänen?“, dies fragte sich die GZ-Redaktion und deren Bad Harzburger Redaktionsleiter Holger Schlegel führte ein umfassendes Interview mit dem EX-Kurdirektor und anerkannten Burgberg-Experten Horst Woick. Der Förderverein Historischer Burgberg bedankt sich bei der Goslarschen Zeitung für die Veröffentlichungsrechte:

Bad Harzburg. Die Pläne, auf dem Burgberg für mehrere Millionen Euro eine neue Turmanlage auf den Überresten des Pulverturms zu bauen, sorgt in Bad Harzburg für Diskussionen. Einer, der die Entwicklungen auf dem Berg seit Jahrzehnten wie kaum ein Zweiter mitverfolgt und mitgestaltet, ist Horst Woick. Er ist ehemaliger Kurdirektor, langjähriger Burgberg-Förderer und anerkannter Burgen-Experte. GZ-Redakteur Holger Schlegel hat sich mit dem 91-Jährigen über die neuen Ideen für Bad Harzburgs Hausberg unterhalten.

Herr Woick, Sie sind seit vielen Jahrzehnten eng mit dem Burgberg verbunden – als Kurdirektor, Fördervereins-Vorsitzender, Wanderführer und Burgenexperte. Was bedeutet Ihnen der Burgberg ganz persönlich?

Der Große Burgberg ist für mich im Zusammenhang mit dem Kleinen Burgberg und dem Sachsenberg eine besondere Formation von drei historischen Bergkuppen am nördlichen Rand des Harzes. Dazu kommen die weiteren Berge und Areale der früheren kaiserlichen Pfalzen und Burgen mit Goslar und Werla. Alle zusammen bilden bis heute ein historisches Dreieck deutscher Geschichte. Hier hat der Große Burgberg mit den früheren Harzburgen eine ganz besondere Stellung.

Die Suche nach dem Fluchtstollen im Kaiserbrunnen auf dem Burgberg begleitete Horst Woick in den 1960er Jahren als Bauingenieur im Bauamt der Stadt Bad Harzburg. Foto: Ahrens-Archiv

Wie weit reicht Ihre Erinnerung zurück, was den Wiederaufbau oder die Pflege der Burgberg-Ruine betrifft?

Meine erste Bekanntschaft mit den Ruinen der Harzburg machte ich gleich in den ersten Jahren (ab 1963) meiner Tätigkeit im städtischen Bauamt der Stadt Bad Harzburg. Da begleitete ich die Ausgrabungen des Denkmalamts Hannover. Ich hatte aber auch zunehmend ehrenamtlich mit dem Berg zu tun, bei vielen Beratungen und Forschungen laienhafter Geschichtsforscher. Dabei kam ein ganz besonderes Ereignis zum Tragen. Ein Ratsherr, H.-Henning Borchardt (später namentlich Freiherr v. Bernewitz) wollte unter Mithilfe der Freiwilligen Feuerwehr den Burgbrunnen erkunden. Dieser war aber mit Wasser gefüllte. Das Abpumpen mit benzingetriebenen Pumpen gelang aber nicht. Um diese Panne zu klären, besann man sich auf mich, den neuen Bergingenieur im Bauamt. Der müsste das klären. So konnte das Problem schnell gelöst werden. Mit elektrischen Pumpen aus dem Abwasserbereich wurde das Wasser bis zum Brunnengrund entfernt, leider aber bestehend dieser aus vielen Geröllaufschüttungen der letzten 100 Jahre. So konnte der Brunnen aber provisorisch auf einem Brett an einer Seilwinde befahren, erkundet und am Grund betreten werden. So fand man aber in rund elf Metern Tiefe einen vorher unbekannten Wasserzuleitungsstollen, der wohl der sagenhafte Fluchtstollen von Kaiser Heinrich IV. sein konnte. Damit waren fast alle offenen Fragen des Burgbrunnens geklärt. Spätere Erkundungen und Funde der Wasserzuleitungsrohre und Sammelbehälter in den näheren Bergen kamen dazu. So halten uns die Geheimnisse des Burgbrunnens und der Harzburg bis heute „gefangen“.

Der Förderverein hat mit dem Star-Architekten Max Dudler einen prominenten Partner für den Turm gewinnen können. Der sagt, man wolle „nicht historisieren, sondern neu interpretieren“. Was halten Sie persönlich von diesem Ansatz – Tradition versus Moderne?

Aus heutiger Sicht halte ich das für genau richtig. Es wäre nicht sinnvoll, lediglich die alten Mauern zu rekonstruieren oder vergangene Zeiten zu imitieren. Die vielen modernen Stahlgerüste ohne jeglichen historischen Bezug auf vielen Harzer Höhen sind auch keine nachahmenswerte Alternative. Deshalb: Tradition im Ansatz, aber moderne Architektur dazustellen, ist die Lösung für die Zukunft!

Haben Sie in Ihrer Zeit als Kurdirektor oder Vereinschef bereits andere Turm-Wiederaufbau-Projekte erlebt? Wenn ja, was waren die größten Herausforderungen?

Ja, vor über 30 Jahren sollte der urkundlich bekannte „Pulverturm“ als Stahl-Glas-Turm mit historisch geprägten Etagen und einem Museum erstellt werden. Der Denkansatz war zeitgemäß, aber es scheiterte an der Finanzierbarkeit. So konnte sich die heutige Gastronomie entwickeln. Es fehlen aber bis heute die baulichen Andeutungen und Aussagen über die verschiedenen Harzburgen.

Der Pulverturm soll erhalten und sichtbar sein – das ist sehr symbolträchtig. Was versprechen Sie sich davon?

Die Ausmaße der ersten Harzburg sind weiterhin recht unbekannt, eine Wiederherstellung des neueren Teils einer späteren Harzburg ist für die Symbolik einer kaiserlichen Burganlage gut und wichtig. Dass dabei heute moderne Bauformen und Materialien verwendet werden, ist genauso richtig. Es muss nicht immer alles uralt aussehen, um Historisches nachzuempfinden. Auf den Inhalt kommt es an.

Ungewöhnliche „Feldforschung“, die nichts unversucht ließ: Bauamtsleiter Ulrich Hamann und Bauingenieur Horst Woick machten sich im Frühjahr 1967 mit Wünschelruten auf der Suche nach Grundmauern der Kapelle Heinrich IV. Foto: Ahrens-Archiv

Ein zentrales Element ist der berühmte Burgbrunnen – die Legende besagt, dass Heinrich IV. dort geflohen sein soll. Wie groß ist für Sie der Wert solcher Erzählungen für die Identität Bad Harzburgs?

Dem historischen und noch vorhandenen Burgbrunnen mit seiner sagenhaften Vergangenheit eine bessere Erlebbarkeit zugeben, ist bei allen Planungen sehr wichtig. Diesem eine neue Aufwertung durch die Anlage einer zweiten Etage zu geben finde ich genial. Dabei werden die vorhandenen Probleme der touristischen Erschließung und Sichtbarkeit mit einem Schlag gelöst. Es gibt da viele Möglichkeiten, an die ich früher nicht gedacht hätte. Sehr wichtig ist, dass man den Brunnenausbau, den sagenhaften Fluchtstollen indirekt von innen beleuchtet und die reale Tiefe durch eine Lichterkette selbst bei Tageslicht von oben sehen kann.

Ein Thema bei der Präsentation war: Am Berg gibt‘s Qualität, unten Rummel. Wie sorgen wir Ihrer Meinung nach dafür, dass das neue Angebot die Authentizität des Burgbergs bewahrt?

Zu diesem Thema möchte ich mich als letzter „Kurdirektor“ von Bad Harzburg nicht äußern. Der durch die Gesundheitsreformen und den Zeitgeist geänderte Touristik hat eine ganz andere Entwicklung als vor Corona genommen. Mit großem Erstaunen verfolge ich den Bau der vielen Freizeitanlagen bundesweit, aber auch hier auf den Harzer Höhen und in den Tälern. Alles, was früher unmöglich war, ist heute auf schnelles Erleben und Sehen getrimmt. Was wird jetzt noch alles möglich sein? Den dazu gehörenden Themen Autoverkehr und Parkmöglichkeiten sowie echtem Naturerlebnis wird wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Die Zugänglichkeit war ein Punkt – kein Shuttle, keine Kapazitätserweiterung bei der Bergbahn. Glauben Sie, das reicht für die zu erwartenden Besucher-Zahlen oder braucht es doch mehr Wege und Ausschilderung?

Ein sehr schwieriges Thema. Vielleicht hätte ja mein Plan von 1990 zu einer Verkehrsentlastung gesorgt: Durch den Burgberg sollte ein Tunnel gebaut werden. Aber der war den Verantwortlichen damals letzten Endes zu teuer.

Man kann heute noch nicht sagen, was die Zukunft bringt. Die teilweise langen Warteschlangen und die Parkplatznot im näheren Bereich ist sehr beachtlich und damit ein ständiges Thema. Für die Zukunft wäre eine zweite (oder mehr) Parkebene sicher sinnvoll. Eine weitere Bergbahn beziehungsweise eine Vergrößerung der Kabinen scheidet aus der augenblicklichen Situation aus. Lediglich eine Schwebebahn zum Molkenhaus mit weiteren Parkplätzen zum Beispiel im Bereich des Gabbro-Steinbruchs würde die Situation verändert und vor allem den Verkehr im Kalten Tal reduzieren. Aber die dortige Entwicklung im Nationalpark und mit der geplanten Steinbruch-Erweiterung ist noch nicht abzusehen.

Das Projekt ist ambitioniert: zwei Jahre Bauzeit, sieben Millionen Euro plus Gutachten. Welche Finanzierungsmöglichkeiten sehen Sie – zum Beispiel Spenden aus der Bürgerschaft, öffentliche Gelder, Sponsorenschaften? Welche Rolle sollte die Stadt Bad Harzburg spielen, und was kann die Bevölkerung beitragen?

Alle Aussagen dazu sind in der heutigen Zeit sehr spekulativ. Aber der Förderverein Historischer Burgberg beziehungsweise sein jeweiliger Vorstand haben gezeigt, dass man mit Spenden und Sponsoring viel erreichen kann. Selbst Unmögliches ist dann doch noch wahr geworden.

Angenommen, die Finanzierung stünde morgen – wie würden Sie den Burgberg in zehn Jahren sehen? Welche Erlebnisse möchten Sie jungen Generationen ermöglichen?

Die Darstellung der Reste der alten Harzburgen finde ich dann ausreichend. Ergänzungen und Aussagen können immer dazu kommen. Wenn die heutige Jugend überwiegend auf „Fun and Speed“ aus ist, sollte man die Vergangenheit und Natur nicht außer Acht lassen. Der neue Harzburg-Turm wird, vorwiegend aus Norden gesehen, für Jahrhunderte ein markanter Leuchtturm am weiten Rand des Harzes sein!

ZUR PERSON

Horst Woick (91) hat wie kaum ein anderer er in den vergangenen Jahrzehnten in, über und auch unter Bad Harzburg Spuren hinterlassen. Über sein Leben könnte man ein Buch schreiben. Braucht man aber nicht. Auch das hat er nämlich schon längst selbst erledigt.

Horst Woick 1972 als Bauingenieur im Bauamt der Stadt Bad Harzburg.

Die spannende Lebensgeschichte von Horst Woick beginnt in Finnland, wo sein Vater, eigentlich aus Hannover stammend, als Holzeinkäufer eines englischen Papier- und Zeitungsverlages arbeitete. 1938 kehrte Familie Woick zurück nach Hannover. Nach dem Krieg begann er ein duales Studium zum Bergingenieur in Clausthal-Zellerfeld. Mitte der 1960er Jahre ließ er sich mit seiner Frau Helga in Bad Harzburg nieder. In dieser Zeit wechselte Woick den Beruf, aus dem Bergmann wurde ein Tiefbauingenieur im städtischen Bauamt, er zog in dieser Zeit neue Straßen, beispielsweise entstand in seiner Schaffenszeit die Forstwiese. Obwohl er auserkoren wurde, das Bauamt zu leiten, wechselte er wieder das Metier: 1983 wurde er Kurdirektor in Bad Harzburg, ein Amt, das er zehn Jahre lang bekleidete.

Das sind die reinen Eckdaten. Aber Horst Woick spulte nicht nur seinen Job und seine Passionen ab, sondern war über Jahrzehnte in vielen Belangen des Bad Harzburger Lebens der Mann für das Besondere. Manches blieben Träume, gar Spinnereien, beispielsweise die Idee, für die B4 einen Tunnel durch den Burgberg zu graben, oder Flamingos im Kurpark anzusiedeln. Anderes wurde realisiert, seien es die Parkplätze am Rande der B4, sei es die Kläranlage in Eckertal, sei es später in der Kurdirektor-Ära die Renovierung der Wandelhalle, die ihr heutiges Erscheinungsbild Horst Woick verdankt. Er war es auch, der die Kurgastdame auf Esel, eine Skulptur am Berliner Platz, ersann und zum heimlichen Wahrzeichen Bad Harzburgs machte.

In seiner Freizeit war der eingefleischte Wandersmann im MTK aktiv, er gehört zu den Erfindern der Harzüberquerung. Horst Woick ist auch an der Geschichte Bad Harzburgs und der Harzburg interessiert, im Förderverein Historischer Burgberg fand er ein weites Betätigungsfeld. Er war dort 17 Jahre im Vorstand, zuletzt als Vorsitzender und wurde 2016 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Am liebsten hätte er die Harzburg wieder aufgebaut, und zwar größer, als sie wohl jemals gewesen ist. Aber es blieb am Ende „nur“ bei den vielen großen und kleinen historischen Besonderheiten auf dem Plateau, wie beispielsweise den Rundweg. Und ganz nebenbei legte er nebenan auf dem Sachsenberg den Besinnungsweg an.

Burgenvereinigung tagt in Schloss Salder

Burgenvereinigung tagt in Schloss Salder

Wo in Salzgitter der Adel saß

Schloss Salder ist im Oktober Schauplatz der Landesgruppenversammlung Niedersachsen der Deutschen Burgenvereinigung, die zudem zum zweiten Teil einer Tagungsreihe einlädt: „Burgen – Schlösser – Herrenhäuser: Wo in Salzgitter der Adel saß – Alte Burgen – neue Burgen. Das Spätmittelalter im Salzgittergebiet“ einladen.

Die Mitgliederversammlung finder am 25. Oktober 2025 von 9.30 bis 10.30 Uhr im Museum Schloss Salder, Seminarraum, Museumstraße 34, in 38229 Salzgitter statt. Im Mittelpunkt der Versammlung stehen Vorstandswahlen.

Die Tagesordnung

   TOP 1 Begrüßung der anwesenden Mitglieder
   TOP 2 Gedenken der Verstorbenen Mitglieder
   TOP 3 Bericht des Vorstandes
   TOP 4 Vorstandswahl
   TOP 5 Besprechen der geplanten Satzungsänderungen (sofern gewünscht)
   TOP 6 Sonstiges

Der Seminarraum ist über den Eingang zum Sonderausstellungsbereich „Kuhstall“ zu erreichen, in der Nordwestecke des Hofes.

 Das Programm der anschließenden Tagung „Alte Burgen – neue Burgen. Das Spätmittelalter im Salzgittergebiet“ kann hier heruntergeladen werden.

3-Burgen-Wanderung

3-Burgen-Wanderung

Besinnliches – Geschichtliches – Sagenhaftes

Reinhard Vierke

In die Geschichte der Bad Harzburger Burgen kann am Samstag, 18. Oktober 2025, unter der sachkundigen Führung von Reinhard Vierke, zweiter Vorsitzender des Fördervereins Historischer Burgberg, gewandert werden.

Auf der Wanderung über den Herzogweg zum Großen Burgberg (HWN 121) und über den Besinnungsweg am Sachsenberg gilt es, „Besinnliches – Geschichtliches – Sagenhaftes“ zu entdecken. Wobei das Sagenhafte das Finale bildet, denn im Anschluss an die Wanderung wird die Harzsagenhalle auf dem Burgberg besucht.

Treffpunkt für die Teilnehmer ist am Samstag, 18. Oktober 2025, um 10.15 Uhr am Wandertreff vor der Tourist-Information (Parkplatz Burgberg-Seilbahn). Kurgäste zahlen für die geführte Wanderung 3,00 Euro, Mitwanderer ohne Kurkarte 5,00 Euro. Für die rund 4,5 Kilometer lange Strecke wird Rucksackverpflegung empfohlen!

Weitere Infos zum 3-Burgen-Weg