Wahlen und kaiserlicher Geburtstag

Wahlen und kaiserlicher Geburtstag
Die Turmbau-Pläne bestimmen weiter wesentlich die Agenda des Fördervereins Historischer Burgberg.

Versammlung und Gänseschmaus

Mit dem traditionellen Gänseschmaus wird der 976. Geburtstag von Kaiser Heinrich IV. gefeiert.

Es ist der Termin, auf den sich nicht wenige Mitglieder des Fördervereins Historischer Burgberg im Jahresverlauf am meisten freuen: Der Geburtstag Kaiser Heinrich IV. – wobei wir an dieser Stelle offenlassen, ob die Mitgliederversammlung oder das traditionelle Gänseessen im Gast- und Logierhaus „Aussichtsreich“ mehr locken.

Wir gehen chronologisch vor und beginnen mit der Mitgliederversammlung, die in diesem Jahraus gutem Grund bereits um 11.30 Uhr startet: Es stehen Neuwahlen des geschäftsführenden Vorstands an. Zudem wird es um die Pläne für 2027 gehen, wobei der Turmbau im Mittelpunkt stehen dürfte. In diesem Zusammenhang steht auch die Gründung einer gemeinnützigen GmbH als Bauherrin für den Turm an.

Anträge zur Tagesordnung sind bis zum 1. November 2026 schriftlich per Post an die Vereinsadresse (Am Schlosspark 17, 38667 Bad Harzburg) oder per Mail an info@die-harzburg.de.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung steht das traditionelle Gänseessen auf dem Programm, mit dem in diesem Jahr auch der 976. Geburtstag von Kaiser Heinrich IV. begangen wird. Nach mehreren Jahren, in denen der Förderverein dank einer großzügigen, aber mittlerweile aufgebrauchten Hinterlassenschaft von Hedie Loose die Mitglieder einladen konnte, sind die Kosten für den Gänseschmaus nun wieder von jedem Teilnehmer selbst aufzubringen. Der Förderverein steuert allerdings weiterhin Getränke zum kaiserlichen Geburtstagsmahl bei.

Eine Rückmeldung zur Teilnahme am Gänseessen ist bis zum 5. November 2026 schriftlich per Post an die Vereinsadresse (Am Schlosspark 17, 38667 Bad Harzburg) oder per Mail an info@die-harzburg.de erforderlich. Anmeldungen sind auch telefonisch unter der Rufnummer (05322) 2323 möglich.

Das Protokoll der Mitgliederversammlung 2025 zur Einsicht und ggf. zum Download:

Die Harzburg mit Künstleraugen gesehen

Die Harzburg mit Künstleraugen gesehen
„Die alte Harzburg im Jahr 1500“ ist einer der neuen Archivschätze betitelt, die die Förderverein Historischer Burgberg sicherte.
„Harzburg neue Schloß Ruine“ bezieht sich wahrscheinlich auf das nie realisierte Jagdschloss, das Herzog Wilhelm plante.

Ansichtskarten aus den 1910er Jahren gesichert

Der Burgberg und die Harzburg, das sind Themen, die selbstverständlich auch auf der Archiv-Plattform Harz-History (ext.) der Bad Harzburg-Stiftung seit jeher eine wichtige Rolle spielen. Jetzt hat der Förderverein Historischer Burgberg den Fundus um zwei historische Ansichtskarten erweitert, die selbst Harzburg-Fachleuten nicht so geläufig sind.

Die Ansichtskarte „Alte Harzburg, 1574“ wurde von Ernst Behnecke im Burgberg-Hotel herausgegeben. Dieses Exemplar ging 1912 von Bad Harzburg nach Berlin.

Es handelt sich um zwei sogenannte Künstler-Ansichtskarten, auf denen künstlerische Darstellungen der Harzburg reproduziert sind. Das erste Exemplar soll „Die alte Harzburg im Jahre 1500“ darstellen, die zweite Karte zeigt die „Alte Harzburg, 1574“. Beide steuerte der Förderververein Historischer Burgberg dem Archiv der Stiftung sozusagen als Dauerleihgabe bei.

Beide Ansichtskarten stammen aus den 1910er Jahren. Bei dem Exemplar mit der Darstellung der Burg im Jahr 1574 kann dank des Poststempels sogar ganz präzise festgestellt werden, dass die Ansichtskarte am 8. April 1912 ihre Reise von Bad Harzburg nach Berlin antrat. Herausgegeben hat die Ansichtskarte Ernst Behnecke, der das Hotel Burgberg auf dem Bad Harzburger Hausberg betrieb.

Die beiden Ansichtskarten waren allerdings nicht die einzigen künstlerischen Darstellungen der Harzburg, die den Förderverein und in der Folge auch Heimatforscher in der Kurstadt beschäftigten. Mit dem Foto eines Gemäldes hatte sich ein Sammler über deren Website ratsuchend an den Förderverein gewandt.

„Harzburg neue Schloß Ruine“ ist das Aquarell betitelt, signiert und auf den 9.September (18)63 datiert. Da es sich erkennbar nicht um die Reste der Harzburg auf dem Burgberg handeln konnte, stand die Frage im Raum, ob die Ruine tatsächlich in Bad Harzburg gestanden haben mag und ob Überreste bis heute erhalten seien. Ein Foto des Bildes (hinter Glas und nicht im besten Zustand) fügte der Sammler an.

Des Bilder-Rätsels wahrscheinliche Lösung lieferte dann einmal mehr zuverlässig Harry Plaster: Die zeitgenössische Darstellung zeigt ihm zufolge Reste des geplanten Jagdschlosses, das Herzog Wilhelm um 1850 nahe des Silberborns erbauen wollte.

Die Bündheimer aber vermiesten ihm den Bau. Daraufhin wurde das Vorhaben abgebrochen. Ein Teil der Steine soll im Schlosspark gelagert worden sein. Ein anderer soll, so Harry Plaster, laut  Klaus Röttger zur Marienburg bei Nordstemmen transportiert worden sein. Er verweist auf die Chronik 750 Jahre Bündheim.

Auf dem Bild passt zumindest alles dazu: Die Hanglage, die Berge, ungefähr in Bildmitte die Harzburg, die es eigentlich nicht mehr gab. Im Zentrum der große Baum solle wohl, so Harry Plaster, auf die Gestütseichen hinweisen. Auf der Plattform Harz-History findet sich eine Skizze zu dem nie realisierten Bauprojekt.

Nicht beantwortet werden konnte lediglich die letzte Frage: Welcher Landschaftsmaler sich um 1850 in Bad Harzburg aufgehalten und zum Pinsel gegriffen hat, war trotz intensiver Internetrecherche nicht zu klären.

Die Skizze aus dem Archiv Harry Plaster zeigt das Jagdschloss, das Herzog Wilhelm Mitte des 19. Jahrhunderts nach englischem Vorbild nahe des Silberborns plante. Das Vorhaben wurde nie umgesetzt, dafür entstand später an der Stelle das Wohnhaus der Baronin von Rosenzweig, einer angeblichen Mätresse des Herzogs.

Starker Rückblick, gute Aussichten

Starker Rückblick, gute Aussichten
Der Turm des Stadtmuseums in Bad Gandersheim, an dem eine der Exkursionen der Deutschen Burgenvereinigung startet, für die der Förderverein Historischer Burgberg wirbt. Foto: Pixabay

Burgberg-Verein mit vielfältigen Angeboten

Ein mehr als zufriedenes Resümee vergangener Veranstaltungen und Aktionen sowie werbende Ausblicke auf kommende Angebote liefert der Förderverein Historischer Burgberg in einem aktuellen Rundschreiben an seine Mitglieder.

Das Mitsommer-Picknick auf dem Burgberg, zu dem der Verein auch viele Harzklub-Mitglieder willkommen heißen konnte, war nicht nur gut besucht und dank der Bewirtung durch das „Aussichtsreich“ auch überaus lecker, sondern fand durchweg großen Anklang. Folgerichtig kündigt der Vorstand um Dirk Junicke, Reinhard Vierke und Stefan Scholz für das nächste Jahr bereits jetzt eine Wiederholung an.

Im Jahr 1976 standen zum bislang letzten Mal bodenarchäologische Untersuchungen auf dem Burgberg an, um Baumaßahmen vorzubereiten. Foto: Ahrens-Archiv

Zur guten Stimmung beim Mitsommer-Picknick auf dem Bad Harzburger Hausberg dürfte unter den Burgbergfreunden auch entscheidend beigetragen haben, dass die Turmbau-Pläne auf der Harzburg nach Behördengesprächen deutlich vorankommen. Der Vorstand des Fördervereins hat inzwischen vom Landkreis Goslar die Bestätigung erhalten, dass eine Änderung des Bebauungsplans nicht erforderlich ist – was die Kasse bei dem Mammutprojekt schont. Jetzt stehen Abstimmungen mit der Denkmalschutzbehörde an, um zu klären, welche bodenarchäologischen Untersuchungen vor einem Baustart erforderlich wären.

Gemeinsam mit dem Harzklub Bad Harzburg will der Förderverein Historischer Burgberg auch in diesem Jahr wieder beim Festumzug zum Salz- und Lichterfest Flagge zeigen. Wer mit von der Partie sein und den Auftritt unterstützen will, findet sich am Samstag, 22. August 2026, um 13.30 Uhr auf dem Gestüt Bad Harzburg ein. Der Umzug durch die Stadt zum Badepark startet um 14.00 Uhr.

Eine ebenso beliebte wie bedeutsame Veranstaltung für die Mitglieder des Fördervereins Historischer Burgberg steht traditionell am 11.11. an: Der Geburtstag von Kaiser Heinrich IV. wird auf dem Burgberg stets gebührend begangen. Vor der Geburtstagsfeier wird dabei ebenso traditionell die Mitgliederversammlung abgearbeitet. In diesem Jahr inklusive einiger Neuwahlen.

Als Mitglied der Deutschen Burgenvereinigung macht der Förderverein Historischer Burgberg zudem auf zwei interessante Exkursionen der Landesgruppe Niedersachsen aufmerksam. Beide Veranstaltungen finden in Südostniedersachsen statt, erfordern also keine zu lange Anreise.

Am 24. Oktober 2026 steht von 11.00 bis 18.00 Uhr eine Tagung in Salzgitter-Salder auf dem Programm. Auf Schloss Salder findet damit die Reihe „Burgen – Schlösser – Herrenhäuser: Wo in Salzgitter der Adel saß“ ihre Fortsetzung. Anmeldungen per E-Mail sind an das Städtische Museum Schloss Salder unter Angabe der Personenzahl und eventueller „Verpflegungsteilnahme“ bis zum 2. Oktober 2026 möglich: museum@stadt.salzgitter.de.

Die zweite Exkursion geht mit dem eigenen Pkw am Sonntag, 6. September 2026, nach Bad Gandersheim, Salzderhelden und Moringen. Start ist um 9.45 Uhr an der Stiftfreiheit 3 in Bad Gandersheim. Auf dem Programm stehen unter anderem die Fürstabtei Gandersheim, die Burg Greene und die Wasserburg Moringen.

Die Anmeldungen (bis spätestens 17. August 2026) nimmt das Junicke-Kontor unter der Rufnummer 05322/2323 entgegen. Interessenten können aber auch den Weg per E-Mail an den Vorsitzenden der Landesgruppe Niedersachsen der Burgenvereinigung, Heiko Laß, wählen: LG-Niedersachsen@deutsche-burgen.org .

Nähere Informationen zu beiden Veranstaltungen der Deutschen Burgenvereinigung:

Behördentreffen legen Turmbau-Basis

Behördentreffen legen Turmbau-Basis
Aus dem Stumpf des Pulverturms heraus lässt Architekt Max Dudler den neuen Turm der Harzburg wachsen. Links in der Visualisierung das „Aussichtsreich“.

Behördengespräche legen Turmbau-Basis

„Rom wurde nicht an einem Tag erbaut“ – das aus dem mittelalterlichen Französisch stammende Sprichwort hat derzeit auch auf dem Burgberg in Bad Harzburg seine Gültigkeit. Zwar will der Förderverein Historischer Burgberg keine „ewige Stadt“ aufbauen, aber der Weiterbau der Harzburg, der vor allem auch den Pulverturm wieder erlebbar machen soll, stellt für die Ehrenamtlichen eine kaum mindere Herausforderung dar. Und daran wird auch hinter den Kulissen fleißig weitergearbeitet.

Nach der Vorstellung der Turmbaupläne durch den Schweizer Star-Architekten und Spezialisten für denkmalgeschützte Gebäude, Max Dudler, schlugen die Wellen hoch. Zum einen wie zu erwarten in den „Sozialen Medien“, in denen oft wenig sachkundig, dafür aber umso lautstärker polarisiert wurde. Zum anderen aber auch in stetig stärker werdenden Unterstützerreihen, die sich hinter den Förderverein und seine insgesamt millionenschweren Pläne für den Burgberg stellen.

Nach dem Abend mit Max Dudler vor Jahresfrist im Bündheimer Schloss und den hitzigen Diskussionen im Gefolge schien das Projekt in einen Dornröschenschlaf versunken. Aber weit gefehlt: Der Vorstand des Fördervereins um Dirk Junicke ist weiter intensiv damit befasst, die Vorkehrungen für eine Realisierung des Vorhabens zu treffen. Dazu steht der Förderverein vor allem auch mit den zuständigen Behörden bei der Stadt Bad Harzburg wie auch beim Landkreis Goslar im Austausch.

In einem ausführlichen Gespräch mit Bad Harzburgs Bauamtsleiter Tobias Brandt und Marie Scholz, im Rathaus für Stadtplanung und Umweltschutz zuständig, klärten Dirk Junicke und Stefan Scholz vom Fördervereinsvorstand eventuelle baurechtliche Hürden weiter frühzeitig ab.  Parallel dazu wurden die Fragen auch mit Margarethe Brandt, Expertin für Baurecht beim Landkreis Goslar, angesprochen.

Beim Landkreis Goslar, bei dem das Bad Harzburger Projekt unter dem Aktenzeichen 6.1/01986/26 geführt wird, wurde festgestellt, dass „der vorgelegte Entwurf (…) mit dem bestehenden Bebauungsplan vereinbar“ sei. In der Mail an den Förderverein heißt es weiter, eine Anpassung des Bebauungsplanes sei aus Sicht des Landkreises nicht erforderlich. Es gelte lediglich, Abweichungen von der Örtlichen Bauvorschrift (ÖBV), speziell zum Thema Dachform und Neigung der Dächer, im Bauantragverfahren zu berücksichtigen.

Bevor der erste Stein für den Turm auf dem Burgberg gesetzt werden kann, gilt allerdings weiter eine besondere Vorgabe, die mit Blick auf den Denkmalschutz schon bei einem Ortstermin in 2025 festgelegt wurde: Vor jedwedem Bodeneingriff auf dem Areal zwischen Turmstumpf und Burgbrunnen müsse eine umfangreiche archäologische Untersuchung und eine archäologische Bestandsaufnahme erfolgen.

Keine neue Vorgabe, aber eine Aufgabe, die den Kostenplan weiter anschwellen lässt. Rund 100.000 Euro, so erste vorsichtige Schätzungen, müssten für die Bodenuntersuchungen veranschlagt werden. Um diese Summen stemmen zu können, hofft der Förderverein Historischer Burgberg weiter auf Unterstützung aus der Bürgerschaft.

Gespendet werden kann auf das Fördervereins-Konto mit der IBAN DE93 8006 3508 5002 4094 00 bei der Harzer Volksbank eG (BIC: GENODEF1QLB). Als Verwendungszweck sollte „Turmbau“ angegeben werden. Spendenquittungen können ausgestellt werden.

Mitsommer auf dem Burgberg

Mitsommer auf dem Burgberg

Abwechslungsreicher Abend mit Ausblicken

Drückende Hitze und Gewitterschwüle mögen so manchen am Freitag (19.06.2026) vom Gipfelsturm abgehalten haben, viele aber ließen sich den Blick über das sommerliche Bad Harzburg und auf ein üppiges Buffet nicht entgehen: Das Mitsommer-Picknick des Fördervereins Historischer Burgberg war einmal mehr ein Genuss in vielerlei Hinsicht.

Für die Leckereien hatten die Gäste wie es bei der Veranstaltung Tradition ist selbst gesorgt, das Gast- und Logierhaus „Aussichtsreich“ steuerte Bier und Wein bei. Die Idee der „Selbstversorger-Party“ garantiert dabei stets eine besonders abwechslungsreiche Auswahl.

Ebenso wie die nicht minder bunte Mischung der Besucher, darunter auch etliche Harzklub-Mitglieder, die seit jeher enge Partner des Fördervereins sind. Das Konzept garantiert neben einem schönen Mitsommer-Abend auf dem Bad Harzburger Hausberg interessante und abwechslungsreiche Gespräche. Wobei das Wetter als Thema sogar den Turmplänen und deren Aussichten (Bericht folgt) ein wenig den Rang abzulaufen drohte. Die Fußball-Weltmeisterschaft musste sich derweil eindeutig mit einem hinteren Platz begnügen…

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Internationaler Museumstag

Internationaler Museumstag

Berg und Tal: Die Burg im Blick

Ein Museumstag ist immer auch ein Blick zurück in die Geschichte – und der schweift in Bad Harzburg häufig in die Höhe, auf den Burgberg und zur Harzburg. In diesem Jahr am Sonntag, 17. Mai, allerdings sollte das Interesse durchaus auch talwärts gerichtet sein, denn der Harzklub stellt in der Remise an der Forstwiese Fundstücke früherer Harzburg-Ausgrabungen aus, während auf dem Burgberg selbst der Förderverein Historischer Burgberg ein interessantes und abwechslungsreiches Programm bietet.

Dass der Harzklub zum Internationalen Museumstag die Burgberg-Ausstellung in den Fokus rückt, hat einen guten Grund: Seit 30 Jahren haben die Exponate ihr Domizil in dem Heimatmuseum gefunden. Von 11 bis 17 Uhr ist die Remise am Sonntag, 17. Mai, geöffnet und präsentiert viele Ausstellungsbereiche dabei nachhaltig überarbeitet.

Dabei wird an dem Museumstag um 12.00 Uhr in der Remise auch ein neuer Ausstellungsraum eröffnet. „Von Bergbau zu Druckkunst“ reicht der Themenreigen in der neuen Abteilung des Harzklub-Heimatmuseums.

Die Besucher können und sollen allerdings nicht nur schauen, sondern dürfen gern auch selbst aktiv werden. Neben etlichen Sonderführungen werden dazu auch Mitmach-Aktionen geboten. Und für den Austausch bei Kaffee und Kuchen ist selbstverständlich auch ein Plätzchen geschaffen.

Auf dem Bad Harzburger Hausberg richtet der Förderverein Historischer Burgberg den Blick am Museumstag durchaus auch in die Zukunft: Um 16.00 Uhr stellt Vorsitzender Dirk Junicke am Turmstumpf auf dem Plateau die Planungen des Schweizer Architekten Max Dudler zum Weiterbau der Harzburg vor.

Im Anschluss lädt stellvertretender Vorsitzender Reinhard Vierke zu einer Burgenführung ein. Rund 40 Minuten werden die Teilnehmer dabei unterwegs sein. Von 17 Uhr an ist zudem die Harzsagenhalle auf dem Burgberg geöffnet, können Ausflüge in die Harzer Sagenwelt gestartet werden.

Den Burgberg herausgeputzt

Den Burgberg herausgeputzt

Zwei starke Vereine Seite an Seite

Der Burgberg hat sich in den letzten Jahren zunehmend zum touristischen Hotspot für Bad Harzburg und den Harz entwickelt. Wozu auch der Förderverein Historischer Burgberg beigetragen hat und weiter beitragen wird. Was auf der einen Seite für Freude sorgt, hat allerdings auch seine Schattenseite: Der „Wohlstandmüll“ schafft es an die Wegesränder auch auf Bad Harzburgs Hausberg. Damit er dort nicht überhandnimmt, sind mit dem Harzklub Bad Harzburg und dem Förderverein zwei starke Vereine Jahr für Jahr bei der städtischen Aktion „Saubere Landschaft“ aktiv.

Das berühmte Fußballmotto „Elf Freunde sollt ihr sein“ hätte an dem Aktions-Freitag bestens gepasst: sechs Mitstreitende stellte der Harzklub, fünf Aktive „Ausputzer“ kamen aus Reihen des Fördervereins Historischer Burgberg. Das erforderliche Equipment wie Sammelsäcke und Müllgreifer hatte Fördervereins-Vizepräsident Reinhard Vierke als Planer des Einsatzes bei der Stadtverwaltung organisiert.

Gemeinsam nahmen sich die Aktiven dann das Areal rund um das Plateau vor und bei dieser Gelegenheit auch gleich die Verbesserung der Hang-Abfangung in Angriff. Zum Glück bei idealem Frühjahrsputz-Wetter: strahlender Sonnenschein und nicht zu warm.

Zum großen Finale eines arbeitsreichen Tages fanden sich dann alle auf Einladung des Fördervereins-Vorsitzenden Dirk Junicke im „Aussichtsreich“ ein. Mit einer ebenso stärkenden wie leckeren Mahlzeit klang die Aktion „Saubere Landschaft 2026“ aus.

Im nächsten Jahr steht ein Jubiläum an: Bereits zum 39. Mal hat die Stadt Bad Harzburg in diesem Jahr zur „Aktion Saubere Landschaft“ aufgerufen. Und Jahr für Jahr beteiligen sich viele Vereine und Institutionen am Großreinemachen in der Natur rund um und in der Stadt. Und das Duo Förderverein Historischer Burgberg und Harzklub Bad Harzburg kann dabei für sich stets die höchste Putzetappe auf fast 500 Metern reklamieren.

Neue Schilder weisen den Weg

Neue Schilder weisen den Weg

Reinhard Vierke hat die Ausschilderung des 3-Burgen-Wegs erneuert

Drei Berge, drei Burgen, da kann man schon mal die Orientierung verlieren – wenn es sich nicht um den 3-Burgen-Weg in Bad Harzburg handelt: Rechtzeitig zum Osterfest und zum beginnenden Wander-Frühling hat Reinhard Vierke, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Historischer Burgberg und ebenso passionierter wie versierter Wanderführer, die Ausschilderung rund um Kleinen und Großen Burgberg sowie den Sachsenberg sozusagen generalüberholt.

Der 3-Burgen-Weg führt durch die bewegte Geschichte der Kaiser und Könige, die auf und von der „Hartesburg“ residierten und regierten. Das Wege-Logo führt die Wanderer über Eichenberg, Sachsenberg, Kleiner und Großer Burgberg zu den drei Burgen. Wem der Rundweg in einem Stück zu herausfordernd erscheint, der kann die Tour auch in zwei Etappen aufgeteilt in Angriff nehmen.

Dabei sind die Wegweiser ein wesentlicher Eckpfeiler für eine strikte Route zu den Schauplätzen der Geschichte. Von Zeit zu Zeit allerdings muss der Förderverein Historischer Burgberg aktiv werden, denn an den Schildern nagt nicht allein der Zahn der Zeit. Die Wegweiser besitzen für etliche Zeitgenossen offenkundig auch einen erheblichen Sammlerwert…

Bei seinem jüngsten Einsatz hat Reinhard Vierke so wieder zwölf Schilder ersetzen müssen. Einige waren verschwunden, andere kaum mehr zu entziffern. Zudem wurden zusätzliche Schilder und Wegepfeile angebracht, um Burgen-Wanderer sicher zu geleiten.

Wer absolut auf Nummer Sicher gehen will, der sollte den Veranstaltungskalender der Kurverwaltung mit den Wanderangeboten (ext.) im Blick behalten. Neben vielen anderen Touren bietet Reinhard Vierke dort ab und an auch den 3-Burgen-Weg an. Mit dem Experten an der Seite ist ein Verlaufen ausgeschlossen und die Tour wird auch noch mit vielen interessanten Informationen rund um die Bad Harzburger Burgen bereichert.

Ausklang auf dem Wintermarkt

Ausklang auf dem Wintermarkt

Das Miteinander fördern

Es hat schon Tradition in Reihen des Fördervereins Historischer Burgberg, das Jahr Mitte Dezember gemeinsam auf dem Wintermarkt auf dem Port-Louis-Platz bei Schausteller-Familie Zech ausklingen zu lassen. Eine Tradition, die nun auch 2025 am 12. Dezember fortgesetzt wurde.

Naturgemäß ist in der nur vorgeblich so besinnlichen Adventszeit der Andrang überschaubar, denn die Vorbereitungen aufs Christfest und für viele, gerade ehrenamtlich Aktive, eine ganz Kette von Weihnachtsfeiern füllen den Terminkalender leider praller als vor wenigen Tagen den Nikolausstiefel. Dennoch ließen sich viele Mitglieder des Fördervereins das Treffen bei Glühwein, Bratwurst und Schmalzgebäck nicht entgehen und folgten der Einladung des Vorstands um Dirk Junicke, Reinhard Vierke und Stefan Scholz.

Die Turmbaupläne auf dem Burgberg waren natürlich auch bei dieser Gelegenheit ein allgegenwärtiges Gesprächsthema, wird das Mammutprojekt den Förderverein doch ohne Frage auf Jahre hinaus beschäftigen. Dennoch war auf dem Wintermarkt anderes vordringlich: Das Miteinander, das der Verein stets und zu jeder Jahreszeit pflegt und fördert.

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Kleine Auktion für große Turmpläne

Kleine Auktion für große Turmpläne

Horst Woick und Dirk Junicke mit dem Schwibbogen, der am 7. Dezember um 18.00 Uhr im Gestüt versteigert wird.

Geschichtsträchtiger Schwibbogen „unterm Hammer“

Die Skizze. mit der Horst Woick 1991 für den Thermalbad-Schwibbogen warb.

Beim Aufräumen hat Horst Woick einen Schatz entdeckt, an dessen Entstehung er selbst einst als Kurdirektor wesentlich beteiligt war: Ein kleiner, hell leuchtender Schwibbogen, den der Ehrenvorsitzende des Fördervereins Burgberg 1991 entwarf und der als Modell für eine riesige Variante diente, die lange in der Weihnachtszeit das Thermal-Solebad zierte. Am Sonntag, 7. Dezember 2025, wird der kleine Schwibbogen, der Herzog Julius, Kaiser Heinrich IV. und Krodo zeigt, beim „Advent im Gestüt“ versteigert. Der Erlös fließt in den Topf, aus dem der Förderverein seine Turmpläne auf dem Burgberg finanzieren will.

Los geht es mit der Aktion um 18.00 Uhr in der Reithalle des Gestüts und Fördervereins-Vorsitzender Dirk Junicke hofft angesichts des Millionen-Projekts auf dem Bad Harzburger Hausberg auf spendable Auktions-Besucher. Wer auch immer den Zuschlag erhält, erwirbt damit in mehrfacher Hinsicht auch gleich ein Stück Bad Harzburger Historie. Zum einen mit Blick auf die dargestellten Figuren, zum anderen im Hinblick auf die Entstehungsgeschichte.

Diese jüngere Historie lässt sich dabei genau belegen, denn es existierte auch eine Skizze aus dem Jahr 1991, auf der der heute 92-jährige Horst Woick seinerzeit seine Idee umriss. Nach dieser Zeichnung wurde das jetzt zu ersteigernde Modell gefertigt.