Behördentreffen legen Turmbau-Basis

Behördentreffen legen Turmbau-Basis
Aus dem Stumpf des Pulverturms heraus lässt Architekt Max Dudler den neuen Turm der Harzburg wachsen. Links in der Visualisierung das „Aussichtsreich“.

Behördengespräche legen Turmbau-Basis

„Rom wurde nicht an einem Tag erbaut“ – das aus dem mittelalterlichen Französisch stammende Sprichwort hat derzeit auch auf dem Burgberg in Bad Harzburg seine Gültigkeit. Zwar will der Förderverein Historischer Burgberg keine „ewige Stadt“ aufbauen, aber der Weiterbau der Harzburg, der vor allem auch den Pulverturm wieder erlebbar machen soll, stellt für die Ehrenamtlichen eine kaum mindere Herausforderung dar. Und daran wird auch hinter den Kulissen fleißig weitergearbeitet.

Nach der Vorstellung der Turmbaupläne durch den Schweizer Star-Architekten und Spezialisten für denkmalgeschützte Gebäude, Max Dudler, schlugen die Wellen hoch. Zum einen wie zu erwarten in den „Sozialen Medien“, in denen oft wenig sachkundig, dafür aber umso lautstärker polarisiert wurde. Zum anderen aber auch in stetig stärker werdenden Unterstützerreihen, die sich hinter den Förderverein und seine insgesamt millionenschweren Pläne für den Burgberg stellen.

Nach dem Abend mit Max Dudler vor Jahresfrist im Bündheimer Schloss und den hitzigen Diskussionen im Gefolge schien das Projekt in einen Dornröschenschlaf versunken. Aber weit gefehlt: Der Vorstand des Fördervereins um Dirk Junicke ist weiter intensiv damit befasst, die Vorkehrungen für eine Realisierung des Vorhabens zu treffen. Dazu steht der Förderverein vor allem auch mit den zuständigen Behörden bei der Stadt Bad Harzburg wie auch beim Landkreis Goslar im Austausch.

In einem ausführlichen Gespräch mit Bad Harzburgs Bauamtsleiter Tobias Brandt und Marie Scholz, im Rathaus für Stadtplanung und Umweltschutz zuständig, klärten Dirk Junicke und Stefan Scholz vom Fördervereinsvorstand eventuelle baurechtliche Hürden weiter frühzeitig ab.  Parallel dazu wurden die Fragen auch mit Margarethe Brandt, Expertin für Baurecht beim Landkreis Goslar, angesprochen.

Beim Landkreis Goslar, bei dem das Bad Harzburger Projekt unter dem Aktenzeichen 6.1/01986/26 geführt wird, wurde festgestellt, dass „der vorgelegte Entwurf (…) mit dem bestehenden Bebauungsplan vereinbar“ sei. In der Mail an den Förderverein heißt es weiter, eine Anpassung des Bebauungsplanes sei aus Sicht des Landkreises nicht erforderlich. Es gelte lediglich, Abweichungen von der Örtlichen Bauvorschrift (ÖBV), speziell zum Thema Dachform und Neigung der Dächer, im Bauantragverfahren zu berücksichtigen.

Bevor der erste Stein für den Turm auf dem Burgberg gesetzt werden kann, gilt allerdings weiter eine besondere Vorgabe, die mit Blick auf den Denkmalschutz schon bei einem Ortstermin in 2025 festgelegt wurde: Vor jedwedem Bodeneingriff auf dem Areal zwischen Turmstumpf und Burgbrunnen müsse eine umfangreiche archäologische Untersuchung und eine archäologische Bestandsaufnahme erfolgen.

Keine neue Vorgabe, aber eine Aufgabe, die den Kostenplan weiter anschwellen lässt. Rund 100.000 Euro, so erste vorsichtige Schätzungen, müssten für die Bodenuntersuchungen veranschlagt werden. Um diese Summen stemmen zu können, hofft der Förderverein Historischer Burgberg weiter auf Unterstützung aus der Bürgerschaft.

Gespendet werden kann auf das Fördervereins-Konto mit der IBAN DE93 8006 3508 5002 4094 00 bei der Harzer Volksbank eG (BIC: GENODEF1QLB). Als Verwendungszweck sollte „Turmbau“ angegeben werden. Spendenquittungen können ausgestellt werden.

Mitsommer auf dem Burgberg

Mitsommer auf dem Burgberg

Abwechslungsreicher Abend mit Ausblicken

Drückende Hitze und Gewitterschwüle mögen so manchen am Freitag (19.06.2026) vom Gipfelsturm abgehalten haben, viele aber ließen sich den Blick über das sommerliche Bad Harzburg und auf ein üppiges Buffet nicht entgehen: Das Mitsommer-Picknick des Fördervereins Historischer Burgberg war einmal mehr ein Genuss in vielerlei Hinsicht.

Für die Leckereien hatten die Gäste wie es bei der Veranstaltung Tradition ist selbst gesorgt, das Gast- und Logierhaus „Aussichtsreich“ steuerte Bier und Wein bei. Die Idee der „Selbstversorger-Party“ garantiert dabei stets eine besonders abwechslungsreiche Auswahl.

Ebenso wie die nicht minder bunte Mischung der Besucher, darunter auch etliche Harzklub-Mitglieder, die seit jeher enge Partner des Fördervereins sind. Das Konzept garantiert neben einem schönen Mitsommer-Abend auf dem Bad Harzburger Hausberg interessante und abwechslungsreiche Gespräche. Wobei das Wetter als Thema sogar den Turmplänen und deren Aussichten (Bericht folgt) ein wenig den Rang abzulaufen drohte. Die Fußball-Weltmeisterschaft musste sich derweil eindeutig mit einem hinteren Platz begnügen…

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Internationaler Museumstag

Internationaler Museumstag

Berg und Tal: Die Burg im Blick

Ein Museumstag ist immer auch ein Blick zurück in die Geschichte – und der schweift in Bad Harzburg häufig in die Höhe, auf den Burgberg und zur Harzburg. In diesem Jahr am Sonntag, 17. Mai, allerdings sollte das Interesse durchaus auch talwärts gerichtet sein, denn der Harzklub stellt in der Remise an der Forstwiese Fundstücke früherer Harzburg-Ausgrabungen aus, während auf dem Burgberg selbst der Förderverein Historischer Burgberg ein interessantes und abwechslungsreiches Programm bietet.

Dass der Harzklub zum Internationalen Museumstag die Burgberg-Ausstellung in den Fokus rückt, hat einen guten Grund: Seit 30 Jahren haben die Exponate ihr Domizil in dem Heimatmuseum gefunden. Von 11 bis 17 Uhr ist die Remise am Sonntag, 17. Mai, geöffnet und präsentiert viele Ausstellungsbereiche dabei nachhaltig überarbeitet.

Dabei wird an dem Museumstag um 12.00 Uhr in der Remise auch ein neuer Ausstellungsraum eröffnet. „Von Bergbau zu Druckkunst“ reicht der Themenreigen in der neuen Abteilung des Harzklub-Heimatmuseums.

Die Besucher können und sollen allerdings nicht nur schauen, sondern dürfen gern auch selbst aktiv werden. Neben etlichen Sonderführungen werden dazu auch Mitmach-Aktionen geboten. Und für den Austausch bei Kaffee und Kuchen ist selbstverständlich auch ein Plätzchen geschaffen.

Auf dem Bad Harzburger Hausberg richtet der Förderverein Historischer Burgberg den Blick am Museumstag durchaus auch in die Zukunft: Um 16.00 Uhr stellt Vorsitzender Dirk Junicke am Turmstumpf auf dem Plateau die Planungen des Schweizer Architekten Max Dudler zum Weiterbau der Harzburg vor.

Im Anschluss lädt stellvertretender Vorsitzender Reinhard Vierke zu einer Burgenführung ein. Rund 40 Minuten werden die Teilnehmer dabei unterwegs sein. Von 17 Uhr an ist zudem die Harzsagenhalle auf dem Burgberg geöffnet, können Ausflüge in die Harzer Sagenwelt gestartet werden.

Den Burgberg herausgeputzt

Den Burgberg herausgeputzt

Zwei starke Vereine Seite an Seite

Der Burgberg hat sich in den letzten Jahren zunehmend zum touristischen Hotspot für Bad Harzburg und den Harz entwickelt. Wozu auch der Förderverein Historischer Burgberg beigetragen hat und weiter beitragen wird. Was auf der einen Seite für Freude sorgt, hat allerdings auch seine Schattenseite: Der „Wohlstandmüll“ schafft es an die Wegesränder auch auf Bad Harzburgs Hausberg. Damit er dort nicht überhandnimmt, sind mit dem Harzklub Bad Harzburg und dem Förderverein zwei starke Vereine Jahr für Jahr bei der städtischen Aktion „Saubere Landschaft“ aktiv.

Das berühmte Fußballmotto „Elf Freunde sollt ihr sein“ hätte an dem Aktions-Freitag bestens gepasst: sechs Mitstreitende stellte der Harzklub, fünf Aktive „Ausputzer“ kamen aus Reihen des Fördervereins Historischer Burgberg. Das erforderliche Equipment wie Sammelsäcke und Müllgreifer hatte Fördervereins-Vizepräsident Reinhard Vierke als Planer des Einsatzes bei der Stadtverwaltung organisiert.

Gemeinsam nahmen sich die Aktiven dann das Areal rund um das Plateau vor und bei dieser Gelegenheit auch gleich die Verbesserung der Hang-Abfangung in Angriff. Zum Glück bei idealem Frühjahrsputz-Wetter: strahlender Sonnenschein und nicht zu warm.

Zum großen Finale eines arbeitsreichen Tages fanden sich dann alle auf Einladung des Fördervereins-Vorsitzenden Dirk Junicke im „Aussichtsreich“ ein. Mit einer ebenso stärkenden wie leckeren Mahlzeit klang die Aktion „Saubere Landschaft 2026“ aus.

Im nächsten Jahr steht ein Jubiläum an: Bereits zum 39. Mal hat die Stadt Bad Harzburg in diesem Jahr zur „Aktion Saubere Landschaft“ aufgerufen. Und Jahr für Jahr beteiligen sich viele Vereine und Institutionen am Großreinemachen in der Natur rund um und in der Stadt. Und das Duo Förderverein Historischer Burgberg und Harzklub Bad Harzburg kann dabei für sich stets die höchste Putzetappe auf fast 500 Metern reklamieren.

Neue Schilder weisen den Weg

Neue Schilder weisen den Weg

Reinhard Vierke hat die Ausschilderung des 3-Burgen-Wegs erneuert

Drei Berge, drei Burgen, da kann man schon mal die Orientierung verlieren – wenn es sich nicht um den 3-Burgen-Weg in Bad Harzburg handelt: Rechtzeitig zum Osterfest und zum beginnenden Wander-Frühling hat Reinhard Vierke, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Historischer Burgberg und ebenso passionierter wie versierter Wanderführer, die Ausschilderung rund um Kleinen und Großen Burgberg sowie den Sachsenberg sozusagen generalüberholt.

Der 3-Burgen-Weg führt durch die bewegte Geschichte der Kaiser und Könige, die auf und von der „Hartesburg“ residierten und regierten. Das Wege-Logo führt die Wanderer über Eichenberg, Sachsenberg, Kleiner und Großer Burgberg zu den drei Burgen. Wem der Rundweg in einem Stück zu herausfordernd erscheint, der kann die Tour auch in zwei Etappen aufgeteilt in Angriff nehmen.

Dabei sind die Wegweiser ein wesentlicher Eckpfeiler für eine strikte Route zu den Schauplätzen der Geschichte. Von Zeit zu Zeit allerdings muss der Förderverein Historischer Burgberg aktiv werden, denn an den Schildern nagt nicht allein der Zahn der Zeit. Die Wegweiser besitzen für etliche Zeitgenossen offenkundig auch einen erheblichen Sammlerwert…

Bei seinem jüngsten Einsatz hat Reinhard Vierke so wieder zwölf Schilder ersetzen müssen. Einige waren verschwunden, andere kaum mehr zu entziffern. Zudem wurden zusätzliche Schilder und Wegepfeile angebracht, um Burgen-Wanderer sicher zu geleiten.

Wer absolut auf Nummer Sicher gehen will, der sollte den Veranstaltungskalender der Kurverwaltung mit den Wanderangeboten (ext.) im Blick behalten. Neben vielen anderen Touren bietet Reinhard Vierke dort ab und an auch den 3-Burgen-Weg an. Mit dem Experten an der Seite ist ein Verlaufen ausgeschlossen und die Tour wird auch noch mit vielen interessanten Informationen rund um die Bad Harzburger Burgen bereichert.

Ausklang auf dem Wintermarkt

Ausklang auf dem Wintermarkt

Das Miteinander fördern

Es hat schon Tradition in Reihen des Fördervereins Historischer Burgberg, das Jahr Mitte Dezember gemeinsam auf dem Wintermarkt auf dem Port-Louis-Platz bei Schausteller-Familie Zech ausklingen zu lassen. Eine Tradition, die nun auch 2025 am 12. Dezember fortgesetzt wurde.

Naturgemäß ist in der nur vorgeblich so besinnlichen Adventszeit der Andrang überschaubar, denn die Vorbereitungen aufs Christfest und für viele, gerade ehrenamtlich Aktive, eine ganz Kette von Weihnachtsfeiern füllen den Terminkalender leider praller als vor wenigen Tagen den Nikolausstiefel. Dennoch ließen sich viele Mitglieder des Fördervereins das Treffen bei Glühwein, Bratwurst und Schmalzgebäck nicht entgehen und folgten der Einladung des Vorstands um Dirk Junicke, Reinhard Vierke und Stefan Scholz.

Die Turmbaupläne auf dem Burgberg waren natürlich auch bei dieser Gelegenheit ein allgegenwärtiges Gesprächsthema, wird das Mammutprojekt den Förderverein doch ohne Frage auf Jahre hinaus beschäftigen. Dennoch war auf dem Wintermarkt anderes vordringlich: Das Miteinander, das der Verein stets und zu jeder Jahreszeit pflegt und fördert.

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Kleine Auktion für große Turmpläne

Kleine Auktion für große Turmpläne

Horst Woick und Dirk Junicke mit dem Schwibbogen, der am 7. Dezember um 18.00 Uhr im Gestüt versteigert wird.

Geschichtsträchtiger Schwibbogen „unterm Hammer“

Die Skizze. mit der Horst Woick 1991 für den Thermalbad-Schwibbogen warb.

Beim Aufräumen hat Horst Woick einen Schatz entdeckt, an dessen Entstehung er selbst einst als Kurdirektor wesentlich beteiligt war: Ein kleiner, hell leuchtender Schwibbogen, den der Ehrenvorsitzende des Fördervereins Burgberg 1991 entwarf und der als Modell für eine riesige Variante diente, die lange in der Weihnachtszeit das Thermal-Solebad zierte. Am Sonntag, 7. Dezember 2025, wird der kleine Schwibbogen, der Herzog Julius, Kaiser Heinrich IV. und Krodo zeigt, beim „Advent im Gestüt“ versteigert. Der Erlös fließt in den Topf, aus dem der Förderverein seine Turmpläne auf dem Burgberg finanzieren will.

Los geht es mit der Aktion um 18.00 Uhr in der Reithalle des Gestüts und Fördervereins-Vorsitzender Dirk Junicke hofft angesichts des Millionen-Projekts auf dem Bad Harzburger Hausberg auf spendable Auktions-Besucher. Wer auch immer den Zuschlag erhält, erwirbt damit in mehrfacher Hinsicht auch gleich ein Stück Bad Harzburger Historie. Zum einen mit Blick auf die dargestellten Figuren, zum anderen im Hinblick auf die Entstehungsgeschichte.

Diese jüngere Historie lässt sich dabei genau belegen, denn es existierte auch eine Skizze aus dem Jahr 1991, auf der der heute 92-jährige Horst Woick seinerzeit seine Idee umriss. Nach dieser Zeichnung wurde das jetzt zu ersteigernde Modell gefertigt.

Silvester auf dem Besinnungsweg

Silvester auf dem Besinnungsweg
Alle Jahre wieder ein beliebter Termin: Die Führung zum Jahresausklang über den Besinnungsweg (Archivfoto 2024).

In 2025 noch einmal zur Besinnung kommen

Silvester ist der letzte Tag des Jahres und ein Tag der Traditionen: Berliner, Böller, Bleigießen. Und in Bad Harzburg der Besinnungsweg. Alle Jahre wieder bieten die Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe in Kooperation mit dem Förderverein Historischer Burgberg eine Jahresabschluss-Wanderung über den Besinnungsweg auf dem Sachsenberg an. Die Silvesterführung übernimmt wieder der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Reinhard Vierke, gemeinsam mit Sonja Vierke.

Start ist am Mittwoch, 31. Dezember 2025, um 11.00 Uhr, Treffpunkt ist an der Tourist-Information am Parkplatz der Burgberg-Seilbahn. Mit der Seilbahn (optional, Selbstzahler) geht es dann auf den Großen Burgberg. Dort startet die eigentliche Wanderung zunächst zum Einstieg in den Besinnungsweg am Antoniusplatz. Auf dem Rundgang zum Jahreswechsel werden die acht Verweilstationen und der Krodo erläutert.

Die Teilnahme an der geführten Wanderung kostet 5,00 Euro, mit Gästekarte 3,00 Euro. Die Silvestertour dauert etwa drei Stunden, Rucksack-Verpflegung wird empfohlen.

Rückenwind für den Turm-Plan 

Rückenwind für den Turm-Plan 

Starkes Votum für die nächste Stufe

Das Turmbau-Projekt des Fördervereins Historischer Burgberg ist einen wichtigen Schritt weiter. Mit einem starken, einstimmigen Votum (bei 2 Enthaltungen) hat die Mitgliederversammlung den Vorstand beauftragt, den mit Stararchitekt Max Dudler eingeschlagenen Weg weiter zu verfolgen.

Hält der Zuspruch an, den das Vorhaben bislang von so vielen Stellen und von so wichtigen Institutionen erfährt, wäre der nächste konkrete Schritt die archäologische Voruntersuchung des Schöne-Ecke-Areals zwischen Turmstumpf und Burgbrunnen. Auf rund 100.000 Euro werden die Kosten für die Grabungen veranschlagt.

Überzeugungsarbeit unter den Mitgliedern musste der Vorstand um Dirk Junicke am Geburtstag Heinrich IV., traditionell der Termin für Versammlung und Gänseessen, nicht leisten. Zwar wurden vereinzelt Stimmen laut, die für eine Überarbeitung der vorliegenden Dudler-Pläne im Detail plädierten, gegen die grundsätzliche Ausrichtung des Vorhabens jedoch gab es keine Einwände.

Dabei stellte Ehrenvorsitzender Horst Woick heraus, dass der Turm auf dem Burgberg auch das „magische Dreieck Pfalz Werla – Kaiserpfalz Goslar – Harzburg“ komplettiere. Und Vorsitzender Dirk Junicke überzeugte mit der Darstellung der Nutzungsmöglichkeiten. Etagenweise könnten im Turm beispielsweise Informationen zur Harzer Burgenlandschaft insgesamt, zu den Kaisern auf der Harzburg oder auch zum Götzen/Sachsengott Krodo aufbereitet werden.

Einen Tag vor seinem 92. Geburtstag ließ sich Ehrenvorsitzender Horst Woick (2.v.re.) die Teilnahme auf dem Burgberg an des Kaisers Geburtstagsfeier nicht entgehen.

Der Anbau Schöne Ecke könnte zudem Seminar- und Eventräume beherbergen. Vor allem aber erfülle er auch die Funktion, den historisch bedeutsamen und sagenumwobenen Burgbrunnen besser erlebbar zu machen.

Rückenwind für solche Überlegungen bescherte auch Ratsherr Henning Franke. Er gab allerdings auch zu bedenken, dass Stadt und Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe (KTW) absehbar nicht über die Mittel verfügten, um das Projekt über handwerkliche Unterstützung hinaus auch finanziell zu fördern. Er verwies auf mögliche Fördermittel auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene, betonte jedoch auch, dass Vorarbeiten erforderlich seien, um solche Mittel beantragen zu können.

Auf mögliche „Ko-Kriterien“ auf dem langen Weg bis zur Vollendung des rund 7 Millionen Euro schweren Projekts (5 Millionen Turm, 2 Millionen Schöne Ecke) wies auch Vorsitzender Dirk Junicke hin. Die Liste reicht von der erforderlichen Entlassung der Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet über die Aufstellung eines Bebauungsplans bis hin zu den gegebenenfalls anstehenden Grabungen der Denkmalschutzbehörden.

Mut, das Millionen-Vorhaben weiter anzugehen, macht dabei auch die Entwicklung der Mitgliederzahlen. Mit 105 Vereinsangehörigen ist die 100er Schallmauer durchbrochen – obwohl der Förderverein mehrere Todesfälle zu beklagen hatte. Darunter den beratenden Archäologen Thomas Moritz, dessen verdienstvolle Arbeit Dirk Junicke noch einmal würdigte.

Vorsitzender Dirk Junicke erläutert die nächsten Schritte auf den Weg zum Turmbau.

Die Finanzierung des Mammutprojekts, auch darüber herrschte Einigkeit, könne nur mit starker Unterstützung aus der Bürgerschaft gelingen. Obwohl Schatzmeister Stefan Scholz von einem sehr guten Kassenstand berichten konnte.

So hofft der Förderverein für die Zukunft auf vermehrtes Spendenaufkommen, wie es bei anderen (kleineren) Vorhaben von Jungbrunnen über Radau-Wasserfall bis zur Harzsagenhalle andere Institutionen schon erleben durften. Zudem sollen Spendenbüchsen aufgestellt werden und ist geplant, die Treppenstufen im Burgturm quasi zu „verkaufen“ (Spendername eingemeißelt).

Läuft alles absolut perfekt könnte mit dem eigentlichen Bau der Anlage frühestens 2027 begonnen werden. Wobei Horst Woick eine klare Zeitvorgabe machte: „Im Jahr 2068 wäre die Harzburg 1000 Jahre alt geworden. Bis dahin sollte der Turm stehen.“

Über den großen Turm-Plan vernachlässigte der Förderverein derweil jedoch die vielfältigen „alltäglichen“ Aufgaben nicht. Stellvertretender Vorsitzender Reinhard Vierke über gelungene Arbeiten im Bereich Besinnungsweg/Sachsenberg, wies allerdings auch auf Probleme auf dem Kleinen Burgberg (zuwachsende Wege, demolierte Infostelen) hin.

Die Stimmung trüben konnten solche Punkte allerdings nicht wirklich, zumal das traditionelle Gänseessen im Gasthaus „Aussichtsreich“ anstand. Und dies soll nicht die letzte gesellige Zusammenkunft der Vereinsmitglieder in diesem Jahr gewesen sein: Am 15. Dezember 2025 steht wieder die ebenfalls schon traditionelle Zusammenkunft auf dem Wintertreff auf dem Port-Louis-Platz an.

Einladung zu Turmplänen und Gänsebraten

Einladung zu Turmplänen und Gänsebraten

Großes „Geschenk“ zu Kaisers Geburtstag

Den Geburtstag von Kaiser Heinrich IV., Bauherr der Harzburg, wollen die Mitglieder des Fördervereins Historischer Burgberg wie in jedem Jahr stilvoll mit einem Gänsebratenessen im Gast- und Logierhaus „Aussichtsreich“ feiern. Wobei das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden wird: Die turnusmäßige Mitgliederversammlung steht an. Formal eine „ordentliche“ Versammlung, allerdings mit einem außerordentlichen Tagesordnungspunkt: Die Fortführung der Turmbaupläne soll sozusagen das große Geschenk zum 975. Geburtstag des Saliers sein.

Unsere „ordentliche“ Mitgliederversammlung ist in diesem Jahr allerdings allein mit Blick auf die Zukunft des Burgbergs und die „Turmpläne“ des Architekten Max Dudler eine eher „außerordentliche“ – weswegen der Vorstand auf besonders starke Resonanz der Mitglieder hofft.

Die Mitgliederversammlung beginnt am Dienstag, 11. November 2025, angesichts hoffentlich angeregter Diskussionen bereits um 11.30 Uhr im Gast- und Logierhaus „Aussichtsreich“ auf dem Burgberg.

Die Tagesordnung:

TOP 1:   Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Dirk Junicke

Feststellung der Beschlussfähigkeit
Genehmigung des Protokolls der MV vom 11.11.2024
Das Protokoll liegt im Aussichtsreich aus und kann auf
der Website (siehe unten) eingesehen werden

TOP 2:   Ehrung der Verstorbenen

TOP 3:   Bericht des 1. Vorsitzenden

TOP 4:  Bericht des Schatzmeisters

Aussprache über die Berichte

TOP  5:  Bericht der Kassenprüfer

TOP  6:  Entlastung des Vorstands  

TOP 7: „Turmbau“ und weitere Pläne 2026

Der 1. Vorsitzende bilanziert das bisherige Vorgehen, das auf dem Beschluss der Mitgliederversammlung vom 11.11.2024 zur Auftragserteilung an ein Architekturbüro basiert. Nach der Vorstellung der „Turmbaupläne“ durch den Architekten Max Dudler im Bündheimer Schloss gilt es nun, die weiteren Schritte abzustimmen und den Vorstand mit entsprechenden Beschlüssen der Mitgliederversammlung auszustatten.

Im Wesentlichen geht es darum, die bislang so wohlwollende Begleitung durch die Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe als Grundeigentümerin sowie der involvierten Behörden und Institutionen in weiteren Planungsgesprächen auszubauen. Grundlage für diese Gesprächsrunden sind die Pläne Max Dudlers (liegen im Aussichtsreich aus und können auf der Website begutachtet werden).

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Kostenermittlung und Finanzierung der vom Nds. Landesamt für Denkmalpflege geforderten archäologischen Bodenuntersuchung in dem Bereich zwischen Pulverturm und Burgbrunnen. Dabei ist nach dem bisherigen Erkenntnisstand von einer Größenordnung von rund 100.000 € auszugehen.

Die Mitgliederversammlung möge demzufolge beschließen, dass:
(a) der Vorstand das Projekt in Gesprächen mit allen beteiligten Stellen vorantreibt und
(b) der Vorstand Finanzierungsquellen für die Bodenuntersuchung erschließt. Dabei ermächtigt
(c) die Mitgliederversammlung den Vorstand, bis zu 50.000 € aus dem Vereinsvermögen freizugeben.
(d) Der Vorstand wird beauftragt, bis spätestens zur Mitgliederversammlung 2026 ein Konzept zum Betrieb der Turm-Anlagen auf dem Burgberg vorzulegen. Dabei könnte sowohl eine Stiftung wie auch nach dem erfolgreichen Modell der BÜCHER-HEIMAT eine gemeinnützige GmbH als Träger in Frage kommen.

TOP 8:  Veranstaltungen 2025/2026      

TOP 9:  Verschiedenes

Anträge zur Tagesordnung sind bis zum 5.11.2025 schriftlich per Post an die Vereinsadresse Am Schlosspark 17, 38667 Bad Harzburg, oder per E-Mail info@die-harzburg.de einzureichen.

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Im Anschluss an die Mitgliederversammlung findet im „Aussichtsreich“ unser traditionelles Gänseessen zu Ehren des 975. Geburtstages Kaiser Heinrich IV. statt. Nach mehreren Jahren, in denen der Förderverein dank einer großzügigen, aber mittlerweile aufgebrauchten Hinterlassenschaft von Frau Hedie Loose einladen konnte, müssen die Kosten des Gänseschmauses nun wieder von den Teilnehmern selbst getragen werden. Der Förderverein steuert allerdings weiterhin Getränke zum kaiserlichen Geburtstagsmahl bei.

Eine Rückmeldung zur Teilnahme am Gänseessen ist bis zum 5.11.2025 schriftlich per Post an die Vereinsadresse Am Schlosspark 17, 38667 Bad Harzburg, oder per E-Mail info@die-harzburg.de oder telefonisch unter der Rufnummer (05322) 2323 sowie 0171/8694128 erforderlich.