Heinrich-Skulptur schmückt die Ostburg

Der Kaiser hält an seinem Geburtstag Hof

Das Geburtstagskind wird am 11.11.2026 höchstselbst zugegen sein, wenn der Förderverein Historischer Burgberg auf dem Bad Harzburger Hausberg zum Festmahl bittet: Kaiser Heinrich IV. begeht seinen 976. Geburtstag auf der von ihm erbauten Harzburg –angesichts des fortgeschrittenen Alters in einer äußerst stabilen Form als metallene Skulptur.

Das erste Mal zeigte sich der Herrscher aus dem Hause der Salier in seiner metallenen Form im Sommer 2018, als der Förderverein zur „hARTzburg“ bat. Das Standbild des ohne Frage berühmtesten einstigen Bewohners der Harzburg hat der Künstler Hayo Alberts geschaffen.

Für ein einmaliges Gastspiel, so befand der Vorstand um Dirk Junicke, Reinhard Vierke und Stefan Scholz, ist die Skulptur viel zu schade. Und so wurde die Idee geboren, den Kaiser ein weiteres Mal seinem Volke zu präsentieren.

Was allerdings in vielfacher Hinsicht leichter klingt, als es dann getan ist. Was zum einen daran liegt, dass das metallene Kunstwerk ausgesprochen „gewichtig“ ist, ein Fundament aber auf der Ostburg aus archäologischen Gründen nicht angelegt werden kann. Und Heinrich IV. bringt ordentlich was auf die Waage…

Nachdem der Förderverein den Antrag auf den Weg gebracht hat, stimmten sowohl der Landkreis (Denkmalpflege) wie auch die Stadt und die Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsbetriebe als Grundeigentümer dem Plan zu. Den historischen Burgboden schützt dabei nun eine dicke Schicht aus Holzspänen, auf denen der Salier seinen Thron gefunden hat.

Die Reise des Kaisers hinauf auf die Harzburg entwickelte sich dann zum erwarteten Kraftakt. Vorsitzender Dirk Junicke hatte jedoch viele starke Mitarbeiter aus den Firmen Junicke und Herkenrath sowie Matthias Kroell vom Förderverein rekrutiert, sodass die Skulptur nun wieder zu bestaunen ist. Seinen Platz auf der Ostburg wird Heinrich IV. über das Vereins-Gänseessen und die Mitgliederversammlung am 11. November 2026 hinaus noch einige Tage innehaben. Da lohnt sich der Besuch auf dem Bad Harzburger Hausberg dann noch einmal besonders. Und mit etwas Glück, sind dann auch faszinierende Fotos von der Canossasäule über die Nebeldecke hinweg, unter die sich Bad Harzburg bisweilen kuschelt…

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