{"id":1377,"date":"2025-10-15T08:37:28","date_gmt":"2025-10-15T06:37:28","guid":{"rendered":"https:\/\/die-harzburg.de\/?p=1377"},"modified":"2025-10-15T08:37:29","modified_gmt":"2025-10-15T06:37:29","slug":"das-gz-burgberg-interview-mit-horst-woick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/die-harzburg.de\/?p=1377","title":{"rendered":"Das GZ-Burgberg-Interview mit Horst Woick"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"405\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Horst-Woick-2vl-in-seinem-Element-2014.jpg?resize=720%2C405&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1378\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Horst-Woick-2vl-in-seinem-Element-2014.jpg?w=985&amp;ssl=1 985w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Horst-Woick-2vl-in-seinem-Element-2014.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Horst-Woick-2vl-in-seinem-Element-2014.jpg?resize=768%2C432&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Horst Woick (2.v.l.) in seinem Element: 2014 enth\u00fcllt er auf dem Burgberg testweise das Plastikmodell der Harzburg, das sp\u00e4ter gegen ein aus Eisen gegossenes ersetzt wird. Foto: Schlegel<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eine L\u00f6sung f\u00fcr die Zukunft<\/h2>\n\n\n\n<p><em>\u201eWas sagt ein Burgberg-Experte zu den millionenschwerer Turmpl\u00e4nen?\u201c, dies fragte sich die GZ-Redaktion und deren Bad Harzburger Redaktionsleiter Holger Schlegel f\u00fchrte ein umfassendes Interview mit dem EX-Kurdirektor und anerkannten Burgberg-Experten Horst Woick. Der F\u00f6rderverein Historischer Burgberg bedankt sich bei der Goslarschen Zeitung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichungsrechte:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Bad Harzburg. Die Pl\u00e4ne, auf dem Burgberg f\u00fcr mehrere Millionen Euro eine neue Turmanlage auf den \u00dcberresten des Pulverturms zu bauen, sorgt in Bad Harzburg f\u00fcr Diskussionen. Einer, der die Entwicklungen auf dem Berg seit Jahrzehnten wie kaum ein Zweiter mitverfolgt und mitgestaltet, ist Horst Woick. Er ist ehemaliger Kurdirektor, langj\u00e4hriger Burgberg-F\u00f6rderer und anerkannter Burgen-Experte. GZ-Redakteur Holger Schlegel hat sich mit dem 91-J\u00e4hrigen \u00fcber die neuen Ideen f\u00fcr Bad Harzburgs Hausberg unterhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herr Woick, Sie sind seit vielen Jahrzehnten eng mit dem Burgberg verbunden \u2013 als Kurdirektor, F\u00f6rdervereins-Vorsitzender, Wanderf\u00fchrer und Burgenexperte. Was bedeutet Ihnen der Burgberg ganz pers\u00f6nlich?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Gro\u00dfe Burgberg ist f\u00fcr mich im Zusammenhang mit dem Kleinen Burgberg und dem Sachsenberg eine besondere Formation von drei historischen Bergkuppen am n\u00f6rdlichen Rand des Harzes. Dazu kommen die weiteren Berge und Areale der fr\u00fcheren kaiserlichen Pfalzen und Burgen mit Goslar und Werla. Alle zusammen bilden bis heute ein historisches Dreieck deutscher Geschichte. Hier hat der Gro\u00dfe Burgberg mit den fr\u00fcheren Harzburgen eine ganz besondere Stellung.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"494\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaiserbrunnen-1960er.jpg?resize=720%2C494&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1379\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaiserbrunnen-1960er.jpg?w=2482&amp;ssl=1 2482w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaiserbrunnen-1960er.jpg?resize=300%2C206&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaiserbrunnen-1960er.jpg?resize=1024%2C703&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaiserbrunnen-1960er.jpg?resize=768%2C527&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaiserbrunnen-1960er.jpg?resize=1536%2C1054&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaiserbrunnen-1960er.jpg?resize=2048%2C1405&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaiserbrunnen-1960er.jpg?w=1440 1440w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/kaiserbrunnen-1960er.jpg?w=2160 2160w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die Suche nach dem Fluchtstollen im Kaiserbrunnen auf dem Burgberg begleitete Horst Woick in den 1960er Jahren als Bauingenieur im Bauamt der Stadt Bad Harzburg. Foto: Ahrens-Archiv<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Wie weit reicht Ihre Erinnerung zur\u00fcck, was den Wiederaufbau oder die Pflege der Burgberg-Ruine betrifft?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Meine erste Bekanntschaft mit den Ruinen der Harzburg machte ich gleich in den ersten Jahren (ab 1963) meiner T\u00e4tigkeit im st\u00e4dtischen Bauamt der Stadt Bad Harzburg. Da begleitete ich die Ausgrabungen des Denkmalamts Hannover. Ich hatte aber auch zunehmend ehrenamtlich mit dem Berg zu tun, bei vielen Beratungen und Forschungen laienhafter Geschichtsforscher. Dabei kam ein ganz besonderes Ereignis zum Tragen. Ein Ratsherr, H.-Henning Borchardt (sp\u00e4ter namentlich Freiherr v. Bernewitz) wollte unter Mithilfe der Freiwilligen Feuerwehr den Burgbrunnen erkunden. Dieser war aber mit Wasser gef\u00fcllte. Das Abpumpen mit benzingetriebenen Pumpen gelang aber nicht. Um diese Panne zu kl\u00e4ren, besann man sich auf mich, den neuen Bergingenieur im Bauamt. Der m\u00fcsste das kl\u00e4ren. So konnte das Problem schnell gel\u00f6st werden. Mit elektrischen Pumpen aus dem Abwasserbereich wurde das Wasser bis zum Brunnengrund entfernt, leider aber bestehend dieser aus vielen Ger\u00f6llaufsch\u00fcttungen der letzten 100 Jahre. So konnte der Brunnen aber provisorisch auf einem Brett an einer Seilwinde befahren, erkundet und am Grund betreten werden. So fand man aber in rund elf Metern Tiefe einen vorher unbekannten Wasserzuleitungsstollen, der wohl der sagenhafte Fluchtstollen von Kaiser Heinrich IV. sein konnte. Damit waren fast alle offenen Fragen des Burgbrunnens gekl\u00e4rt. Sp\u00e4tere Erkundungen und Funde der Wasserzuleitungsrohre und Sammelbeh\u00e4lter in den n\u00e4heren Bergen kamen dazu. So halten uns die Geheimnisse des Burgbrunnens und der Harzburg bis heute \u201egefangen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der F\u00f6rderverein hat mit dem Star-Architekten Max Dudler einen prominenten Partner f\u00fcr den Turm gewinnen k\u00f6nnen. Der sagt, man wolle \u201enicht historisieren, sondern neu interpretieren\u201c. Was halten Sie pers\u00f6nlich von diesem Ansatz \u2013 Tradition versus Moderne?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus heutiger Sicht halte ich das f\u00fcr genau richtig. Es w\u00e4re nicht sinnvoll, lediglich die alten Mauern zu rekonstruieren oder vergangene Zeiten zu imitieren. Die vielen modernen Stahlger\u00fcste ohne jeglichen historischen Bezug auf vielen Harzer H\u00f6hen sind auch keine nachahmenswerte Alternative. Deshalb: Tradition im Ansatz, aber moderne Architektur dazustellen, ist die L\u00f6sung f\u00fcr die Zukunft!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Haben Sie in Ihrer Zeit als Kurdirektor oder Vereinschef bereits andere Turm-Wiederaufbau-Projekte erlebt? Wenn ja, was waren die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, vor \u00fcber 30 Jahren sollte der urkundlich bekannte \u201ePulverturm\u201c als Stahl-Glas-Turm mit historisch gepr\u00e4gten Etagen und einem Museum erstellt werden. Der Denkansatz war zeitgem\u00e4\u00df, aber es scheiterte an der Finanzierbarkeit. So konnte sich die heutige Gastronomie entwickeln. Es fehlen aber bis heute die baulichen Andeutungen und Aussagen \u00fcber die verschiedenen Harzburgen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Pulverturm soll erhalten und sichtbar sein \u2013 das ist sehr symboltr\u00e4chtig. Was versprechen Sie sich davon?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausma\u00dfe der ersten Harzburg sind weiterhin recht unbekannt, eine Wiederherstellung des neueren Teils einer sp\u00e4teren Harzburg ist f\u00fcr die Symbolik einer kaiserlichen Burganlage gut und wichtig. Dass dabei heute moderne Bauformen und Materialien verwendet werden, ist genauso richtig. Es muss nicht immer alles uralt aussehen, um Historisches nachzuempfinden. Auf den Inhalt kommt es an.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"541\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1967-wuenschelrute-1024x770.jpg?resize=720%2C541&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1380\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1967-wuenschelrute.jpg?resize=1024%2C770&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1967-wuenschelrute.jpg?resize=300%2C226&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1967-wuenschelrute.jpg?resize=768%2C578&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1967-wuenschelrute.jpg?resize=1536%2C1156&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1967-wuenschelrute.jpg?w=1595&amp;ssl=1 1595w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/1967-wuenschelrute.jpg?w=1440 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ungew\u00f6hnliche &#8222;Feldforschung&#8220;, die nichts unversucht lie\u00df: Bauamtsleiter Ulrich Hamann und Bauingenieur Horst Woick machten sich im Fr\u00fchjahr 1967 mit W\u00fcnschelruten auf der Suche nach Grundmauern der Kapelle Heinrich IV. Foto: Ahrens-Archiv<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Ein zentrales Element ist der ber\u00fchmte Burgbrunnen \u2013 die Legende besagt, dass Heinrich IV. dort geflohen sein soll. Wie gro\u00df ist f\u00fcr Sie der Wert solcher Erz\u00e4hlungen f\u00fcr die Identit\u00e4t Bad Harzburgs?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dem historischen und noch vorhandenen Burgbrunnen mit seiner sagenhaften Vergangenheit eine bessere Erlebbarkeit zugeben, ist bei allen Planungen sehr wichtig. Diesem eine neue Aufwertung durch die Anlage einer zweiten Etage zu geben finde ich genial. Dabei werden die vorhandenen Probleme der touristischen Erschlie\u00dfung und Sichtbarkeit mit einem Schlag gel\u00f6st. Es gibt da viele M\u00f6glichkeiten, an die ich fr\u00fcher nicht gedacht h\u00e4tte. Sehr wichtig ist, dass man den Brunnenausbau, den sagenhaften Fluchtstollen indirekt von innen beleuchtet und die reale Tiefe durch eine Lichterkette selbst bei Tageslicht von oben sehen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Thema bei der Pr\u00e4sentation war: Am Berg gibt\u2018s Qualit\u00e4t, unten Rummel. Wie sorgen wir Ihrer Meinung nach daf\u00fcr, dass das neue Angebot die Authentizit\u00e4t des Burgbergs bewahrt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu diesem Thema m\u00f6chte ich mich als letzter \u201eKurdirektor\u201c von Bad Harzburg nicht \u00e4u\u00dfern. Der durch die Gesundheitsreformen und den Zeitgeist ge\u00e4nderte Touristik hat eine ganz andere Entwicklung als vor Corona genommen. Mit gro\u00dfem Erstaunen verfolge ich den Bau der vielen Freizeitanlagen bundesweit, aber auch hier auf den Harzer H\u00f6hen und in den T\u00e4lern. Alles, was fr\u00fcher unm\u00f6glich war, ist heute auf schnelles Erleben und Sehen getrimmt. Was wird jetzt noch alles m\u00f6glich sein? Den dazu geh\u00f6renden Themen Autoverkehr und Parkm\u00f6glichkeiten sowie echtem Naturerlebnis wird wenig Aufmerksamkeit geschenkt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Zug\u00e4nglichkeit war ein Punkt \u2013 kein Shuttle, keine Kapazit\u00e4tserweiterung bei der Bergbahn. Glauben Sie, das reicht f\u00fcr die zu erwartenden Besucher-Zahlen oder braucht es doch mehr Wege und Ausschilderung?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein sehr schwieriges Thema. Vielleicht h\u00e4tte ja mein Plan von 1990 zu einer Verkehrsentlastung gesorgt: Durch den Burgberg sollte ein Tunnel gebaut werden. Aber der war den Verantwortlichen damals letzten Endes zu teuer.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann heute noch nicht sagen, was die Zukunft bringt. Die teilweise langen Warteschlangen und die Parkplatznot im n\u00e4heren Bereich ist sehr beachtlich und damit ein st\u00e4ndiges Thema. F\u00fcr die Zukunft w\u00e4re eine zweite (oder mehr) Parkebene sicher sinnvoll. Eine weitere Bergbahn beziehungsweise eine Vergr\u00f6\u00dferung der Kabinen scheidet aus der augenblicklichen Situation aus. Lediglich eine Schwebebahn zum Molkenhaus mit weiteren Parkpl\u00e4tzen zum Beispiel im Bereich des Gabbro-Steinbruchs w\u00fcrde die Situation ver\u00e4ndert und vor allem den Verkehr im Kalten Tal reduzieren. Aber die dortige Entwicklung im Nationalpark und mit der geplanten Steinbruch-Erweiterung ist noch nicht abzusehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Projekt ist ambitioniert: zwei Jahre Bauzeit, sieben Millionen Euro plus Gutachten. Welche Finanzierungsm\u00f6glichkeiten sehen Sie \u2013 zum Beispiel Spenden aus der B\u00fcrgerschaft, \u00f6ffentliche Gelder, Sponsorenschaften? Welche Rolle sollte die Stadt Bad Harzburg spielen, und was kann die Bev\u00f6lkerung beitragen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alle Aussagen dazu sind in der heutigen Zeit sehr spekulativ. Aber der F\u00f6rderverein Historischer Burgberg beziehungsweise sein jeweiliger Vorstand haben gezeigt, dass man mit Spenden und Sponsoring viel erreichen kann. Selbst Unm\u00f6gliches ist dann doch noch wahr geworden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Angenommen, die Finanzierung st\u00fcnde morgen \u2013 wie w\u00fcrden Sie den Burgberg in zehn Jahren sehen? Welche Erlebnisse m\u00f6chten Sie jungen Generationen erm\u00f6glichen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Darstellung der Reste der alten Harzburgen finde ich dann ausreichend. Erg\u00e4nzungen und Aussagen k\u00f6nnen immer dazu kommen. Wenn die heutige Jugend \u00fcberwiegend auf \u201eFun and Speed\u201c aus ist, sollte man die Vergangenheit und Natur nicht au\u00dfer Acht lassen. Der neue Harzburg-Turm wird, vorwiegend aus Norden gesehen, f\u00fcr Jahrhunderte ein markanter Leuchtturm am weiten Rand des Harzes sein!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-cyan-bluish-gray-background-color has-background\"><strong>ZUR PERSON<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Horst Woick (91) hat wie kaum ein anderer er in den vergangenen Jahrzehnten in, \u00fcber und auch unter Bad Harzburg Spuren hinterlassen. \u00dcber sein Leben k\u00f6nnte man ein Buch schreiben. Braucht man aber nicht. Auch das hat er n\u00e4mlich schon l\u00e4ngst selbst erledigt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignright size-medium\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"224\" height=\"300\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/bauingenieur-224x300.jpg?resize=224%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" class=\"wp-image-1381\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/bauingenieur.jpg?resize=224%2C300&amp;ssl=1 224w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/bauingenieur.jpg?resize=766%2C1024&amp;ssl=1 766w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/bauingenieur.jpg?resize=768%2C1027&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/bauingenieur.jpg?resize=1148%2C1536&amp;ssl=1 1148w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/bauingenieur.jpg?resize=1531%2C2048&amp;ssl=1 1531w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/bauingenieur.jpg?w=1866&amp;ssl=1 1866w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/bauingenieur.jpg?w=1440 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Horst Woick 1972 als Bauingenieur im Bauamt der Stadt Bad Harzburg.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die spannende Lebensgeschichte von Horst Woick beginnt in Finnland, wo sein Vater, eigentlich aus Hannover stammend, als Holzeink\u00e4ufer eines englischen Papier- und Zeitungsverlages arbeitete. 1938 kehrte Familie Woick zur\u00fcck nach Hannover. Nach dem Krieg begann er ein duales Studium zum Bergingenieur in Clausthal-Zellerfeld. Mitte der 1960er Jahre lie\u00df er sich mit seiner Frau Helga in Bad Harzburg nieder. In dieser Zeit wechselte Woick den Beruf, aus dem Bergmann wurde ein Tiefbauingenieur im st\u00e4dtischen Bauamt, er zog in dieser Zeit neue Stra\u00dfen, beispielsweise entstand in seiner Schaffenszeit die Forstwiese. Obwohl er auserkoren wurde, das Bauamt zu leiten, wechselte er wieder das Metier: 1983 wurde er Kurdirektor in Bad Harzburg, ein Amt, das er zehn Jahre lang bekleidete.<\/p>\n\n\n\n<p>Das sind die reinen Eckdaten. Aber Horst Woick spulte nicht nur seinen Job und seine Passionen ab, sondern war \u00fcber Jahrzehnte in vielen Belangen des Bad Harzburger Lebens der Mann f\u00fcr das Besondere. Manches blieben Tr\u00e4ume, gar Spinnereien, beispielsweise die Idee, f\u00fcr die B4 einen Tunnel durch den Burgberg zu graben, oder Flamingos im Kurpark anzusiedeln. Anderes wurde realisiert, seien es die Parkpl\u00e4tze am Rande der B4, sei es die Kl\u00e4ranlage in Eckertal, sei es sp\u00e4ter in der Kurdirektor-\u00c4ra die Renovierung der Wandelhalle, die ihr heutiges Erscheinungsbild Horst Woick verdankt. Er war es auch, der die Kurgastdame auf Esel, eine Skulptur am Berliner Platz, ersann und zum heimlichen Wahrzeichen Bad Harzburgs machte.<\/p>\n\n\n\n<p>In seiner Freizeit war der eingefleischte Wandersmann im MTK aktiv, er geh\u00f6rt zu den Erfindern der Harz\u00fcberquerung. Horst Woick ist auch an der Geschichte Bad Harzburgs und der Harzburg interessiert, im F\u00f6rderverein Historischer Burgberg fand er ein weites Bet\u00e4tigungsfeld. Er war dort 17 Jahre im Vorstand, zuletzt als Vorsitzender und wurde 2016 zum Ehrenvorsitzenden ernannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am liebsten h\u00e4tte er die Harzburg wieder aufgebaut, und zwar gr\u00f6\u00dfer, als sie wohl jemals gewesen ist. Aber es blieb am Ende \u201enur\u201c bei den vielen gro\u00dfen und kleinen historischen Besonderheiten auf dem Plateau, wie beispielsweise den Rundweg. Und ganz nebenbei legte er nebenan auf dem Sachsenberg den Besinnungsweg an.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"509\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Praesentation-Burg-Bad-Harzburg_ueberarbeitet-14.03.2025-conv-6.jpeg?resize=720%2C509\" alt=\"\" class=\"wp-image-1333\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Praesentation-Burg-Bad-Harzburg_ueberarbeitet-14.03.2025-conv-6-scaled.jpeg?resize=1024%2C724&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Praesentation-Burg-Bad-Harzburg_ueberarbeitet-14.03.2025-conv-6-scaled.jpeg?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Praesentation-Burg-Bad-Harzburg_ueberarbeitet-14.03.2025-conv-6-scaled.jpeg?resize=768%2C543&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Praesentation-Burg-Bad-Harzburg_ueberarbeitet-14.03.2025-conv-6-scaled.jpeg?resize=1536%2C1086&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Praesentation-Burg-Bad-Harzburg_ueberarbeitet-14.03.2025-conv-6-scaled.jpeg?resize=2048%2C1448&amp;ssl=1 2048w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Praesentation-Burg-Bad-Harzburg_ueberarbeitet-14.03.2025-conv-6-scaled.jpeg?w=1440 1440w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Praesentation-Burg-Bad-Harzburg_ueberarbeitet-14.03.2025-conv-6-scaled.jpeg?w=2160 2160w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine L\u00f6sung f\u00fcr die Zukunft \u201eWas sagt ein Burgberg-Experte zu den millionenschwerer Turmpl\u00e4nen?\u201c, dies fragte sich die GZ-Redaktion und deren Bad Harzburger Redaktionsleiter Holger Schlegel f\u00fchrte ein umfassendes Interview mit dem EX-Kurdirektor und anerkannten Burgberg-Experten Horst Woick. 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