{"id":169,"date":"2022-10-12T14:56:29","date_gmt":"2022-10-12T14:56:29","guid":{"rendered":"http:\/\/die-harzburg.de\/?page_id=169"},"modified":"2022-10-12T15:57:23","modified_gmt":"2022-10-12T15:57:23","slug":"zeitreise","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/die-harzburg.de\/?page_id=169","title":{"rendered":"Zeitreise"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"503\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/flucht-heinrich.jpg?resize=720%2C503\" alt=\"\" class=\"wp-image-189\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/flucht-heinrich.jpg?w=999&amp;ssl=1 999w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/flucht-heinrich.jpg?resize=300%2C210&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/flucht-heinrich.jpg?resize=768%2C537&amp;ssl=1 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><figcaption><strong>So stellt sich F\u00f6rdervereins-Mitglied, Redakteur und Heimatforscher Klaus R\u00f6tger die Flucht Heinrich IV. im Jahr 1073 durch den Burgbrunnen vor.<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Virtuelle Zeitreise &#8211; Wissenswertes zur Harzburg<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Burgbeschreibung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von den zwei unterschiedlichen Bergfrieden ist der viereckige in neuer Zeit in geringem Umfang aufgemauert worden (s. Foto). Der Burgumfang und die wenigen Mauerreste sind auf einer Infotafel vor Ort erl\u00e4utert. Ein in den Fels getriebener Abschnittsgraben trennt die Burg in einen \u00f6stlichen und einen westlichen Teil. Trinkwasser wurde dem Burgbrunnen vom nahen Sachsenbrunnen durch eine Holzrohrleitung zugef\u00fchrt. Die Burgruine kann frei besichtigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Burgname<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alte Bezeichnungen der Burg waren in den Jahren 1071 Hartesburg, 1073 Hartesburc, 1073-76 Hartesburg, 1072 Hartesburg, 1073 Hartesburg, 1073 Harzesburg, 1074 castrum Harzeburch, 1076 castello Hartesburg, 1147 Harzesburg und 1180 Hartesburg. Der Burgname stellt eine Ableitung des Namens des Mittelgebirges Harz dar, der offenbar von &#8222;Hart&#8220; stammt. Dabei ist ein Zusammenhang mit &#8222;hard&#8220; oder Hardt (Hardth\u00f6he) f\u00fcr &#8222;Bergwald&#8220; anzunehmen. Der Ort Bad Harzburg bedeutet &#8222;des Harzes Burg&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Geschichte unter Heinrich IV.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gro\u00dfe Harzburg (Hartesburg) wurde w\u00e4hrend des Burgenbauprogramms in Sachsen 1065 bis 1068 an strategisch g\u00fcnstiger Stelle von K\u00f6nig Heinrich IV. errichtet. Heinrichs Baumeister war der sp\u00e4tere Bischof von Osnabr\u00fcck, Benno II. Die Burg diente der Sicherung der nahen Kaiserpfalz Goslar. Ihre Mauern reichten bis an den Steilrand des Bergkegels heran. Die Burg galt nach damaligen Verh\u00e4ltnissen als uneinnehmbar. Trotz ihrer Wehrhaftigkeit war die Burg zugleich besonders prachtvoll ausgestattet. So enthielt die Burg einen ungew\u00f6hnlich gro\u00dfen, dreir\u00e4umigen Palas und eine Stiftskirche, in die Heinrich zahlreiche Reliquien \u00fcberf\u00fchren lie\u00df. Auch eine Art Familiengruft legte er auf der Burg an, indem er die Gebeine seines jung verstorbenen Bruders Konrad und seines ebenfalls fr\u00fch verstorbenen Sohnes Heinrich hierher umbettete.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Auftakt des Sachsenkriegs 1073 musste Heinrich IV. mitsamt den Reichsinsignien aus der Kaiserpfalz Goslar auf die Harzburg fliehen. Angeblich seien ihm 60.000 Belagerer gefolgt und seine Burgbesatzung habe 300 Mann betragen. Der K\u00f6nig floh schlie\u00dflich der Sage nach durch den Brunnen der belagerten Burg und einen Geheimgang. Im Frieden von Gerstungen vom 2. Februar 1074 musste Heinrich der Schleifung seiner Burgen, darunter auch die Harzburg, zustimmen. Er z\u00f6gerte die Zerst\u00f6rung aber hinaus und lie\u00df nur die Mauern und T\u00fcrme der Harzburg umlegen, w\u00e4hrend die Geb\u00e4ude stehen blieben. Die Harzburg wurde daraufhin im Fr\u00fchjahr 1074 von aufgebrachten Bauern der Umgebung gepl\u00fcndert und vollkommen zerst\u00f6rt. Dabei wurden auch die Stiftskirche nicht verschont und die k\u00f6nigliche Familiengruft gesch\u00e4ndet. Dies bot f\u00fcr Heinrich den Anlass, erneut mit aller H\u00e4rte gegen die aufst\u00e4ndischen Sachsen vorzugehen und so erfolgte am 9. Juni 1075 die Niederlage der aufst\u00e4ndischen Sachsen in der Schlacht bei Homburg an der Unstrut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em><strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Harzburg\" target=\"_blank\">&nbsp;Quelle und weitere Informationen: Wikipedia<\/a><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"434\" height=\"600\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Heinrich-IV.jpg?resize=434%2C600\" alt=\"\" class=\"wp-image-173 size-full\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Heinrich-IV.jpg?w=434&amp;ssl=1 434w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/Heinrich-IV.jpg?resize=217%2C300&amp;ssl=1 217w\" sizes=\"auto, (max-width: 434px) 100vw, 434px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Heinrich IV. und die Sachsen<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em>Foto: Wikipedia, gemeinfrei<\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>In der Nacht vom 9. auf den 10.August 1073 ereignete sich auf dem Burgberg eine hoch dramatische Geschichte. Der vermutlich in Goslar geborene deutsche K\u00f6nig Heinrich IV., der 1084 zum deutschen Kaiser gekr\u00f6nt wurde, musste aus der von ihm hier gebauten Burg, die von Tausenden aufst\u00e4ndischer Sachsen belagert wurde, fliehen. Das geschah der Sage nach auf ganz besonders spektakul\u00e4re Weise durch einen geheimen Gang im Burgbrunnen. Es gibt zwar einen Wasserzufluss-Kanal f\u00fcr den Brunnen, ob er aber als Fluchttunnel in Frage kommt, ist umstritten. Grabungen in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts haben allerdings so etwas wie einen Gang freigelegt. Fest steht auch, dass der Kaiser fliehen musste und zwar Hals \u00fcber Kopf.<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nig Heinrich IV., fr\u00e4nkischer Herrscher aus dem Geschlecht der Salier, hatte die Burg in der N\u00e4he seiner Kaiserpfalz Goslar ab dem Jahr 1065 bauen lassen. 1068 war sie soweit fertig gestellt, dass er dort seinen Hofstaat versammeln konnte. Architekt war der Ratgeber des noch jungen K\u00f6nigs, Benno, der sp\u00e4tere Bischof Benno II. von Osnabr\u00fcck. Der Bau der Harzburg diente, wie der Bau einer Reihe von anderen Burgen auch, zur Sicherung der Macht, die von den einheimischen Sachsen immer wieder in Frage gestellt wurde. Die wichtigste und gr\u00f6\u00dfte unter diesen Burgen des Harzes wurde jedoch die Harzburg. Hier war der k\u00f6nigliche Sitz und der Standort eines ungew\u00f6hnlich aufw\u00e4ndigen Kollegiatsstiftes. Die Burgstelle war hervorragend gew\u00e4hlt. Sie befindet sich auf einer weitgehend isolierten, von drei Seiten durch Steilh\u00e4nge bereits nat\u00fcrlich gesch\u00fctzten Bergkuppe, welche das unter ihr liegende Radautal um etwa 180 Meter \u00fcberragt. Von hier aus war ein gro\u00dfer Teil des Nordharzgebietes zu \u00fcbersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bau der Harzburgen, wie auch eine wenig diplomatische Regierungsweise des noch jungen K\u00f6nigs, f\u00fchrten schon bald zu immer st\u00e4rkerem Widerstand im s\u00e4chsischen Volk, das f\u00fcr den Burgenbau zu schwerer Fronarbeit herangezogen wurde. 1073 kam es zu offener Emp\u00f6rung. Ein gewaltiges Sachsenheer, es ist von 20.000 Mann die Rede, zog gegen Goslar. Als Heinrich IV. von dort aus auf seine neue Festung fl\u00fcchtete, wandten sich die Aufst\u00e4ndischen gegen die Burg und schlossen sie am 5. August 1073 ein.Wenige Tage sp\u00e4ter gl\u00fcckte dem Kaiser jedoch auf die oben beschriebene Weise die Flucht mit den Reichsinsignien. \u00dcber den von ihm genommenen Weg \u00fcber den Harz, er hei\u00dft heute der Kaiserweg, gelangte er \u00fcber Eschwege und Hersfeld nach Ostfranken. Die jetzt wohl nur noch halbherzig vorgenommenen Angriffe gegen die Harzburg scheiterten trotz der gro\u00dfen Zahl der Belagerer und der relativ geringen der Verteidiger auf der Harzburg. Ein Zeugnis aus jener Belagerung ist noch heute sichtbar. Die so genannte Harzburger H\u00f6hle, ein Stollen, der von der Krodotalseite des Burgberges auf den Fu\u00df des Burgbrunnens zielt, wird als der Versuch gewertet, den Belagerten das Wasser abzugraben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Schicksal der ersten gro\u00dfen Harzburg erf\u00fcllte sich aber trotz des heldenhaften Einsatzes der Burgbesatzung sehr schnell. Der K\u00f6nig sammelte ein Heer und zog gegen die aufst\u00e4ndischen Sachsen. Am 27. Januar 1074 kam es bei Hersfeld zu einer Schlacht, die mit einer schweren Niederlage Heinrichs endete. Bei Friedensverhandlungen in Gerstungen musste er unter dem Druck der erlittenen Niederlage dem Schleifen seiner Harzburg zustimmen. Im M\u00e4rz hielt sich Heinrich wieder in Goslar auf und belohnte die Besatzung der Harzburg wegen ihres Ausharrungsverm\u00f6gens auf provokative Weise. Er versuchte auch das Schleifen der Burg aufzuhalten. Drei Tage nach der Abreise des K\u00f6nigs geriet der Volkszorn jedoch aus den Fugen. Die Burg wurde niedergerissen, die Kirche zerst\u00f6rt, die Gr\u00e4ber gesch\u00e4ndet und gepl\u00fcndert. Das rief allgemein gro\u00dfe Emp\u00f6rung im Lande hervor. Heinrich IV. konnte ein neues Heer sammeln. 1075 kam es zur Entscheidungsschlacht, und diesmal unterlagen die Sachsen total.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"549\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/1980_Ausgrabung_02_471bfb8b02.jpg?resize=720%2C549\" alt=\"\" class=\"wp-image-176\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/1980_Ausgrabung_02_471bfb8b02.jpg?resize=1024%2C781&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/1980_Ausgrabung_02_471bfb8b02.jpg?resize=300%2C229&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/1980_Ausgrabung_02_471bfb8b02.jpg?resize=768%2C586&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/1980_Ausgrabung_02_471bfb8b02.jpg?resize=1536%2C1172&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/1980_Ausgrabung_02_471bfb8b02.jpg?w=1573&amp;ssl=1 1573w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/1980_Ausgrabung_02_471bfb8b02.jpg?w=1440 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Ausgrabungen auf der Harzburg<\/h2>\n\n\n\n<p>In der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts wuchs das historische Interesse an der Harzburg und wurden ernstzunehmende wissenschaftliche Quellenstudien betrieben. Werke des Harzburger Forstschreibers Leonhard und des Werniger\u00f6der Regierungsrates Delius f\u00fchrten dazu, dass die Ruinen nicht mehr nur als Steinbruch angesehen, sondern nach dem damaligen Verst\u00e4ndnis und Verm\u00f6gen gesichert wurden. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ziemliches Durcheinander<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der in Harzburg wirkende Forstrat Robert Nehring unternahm in den Jahren zwischen 1902 bis 1904 umfangreiche Grabungen, die zwar nach dem heutigen Standard viele Unzul\u00e4nglichkeiten aufwiesen, aber dennoch grundlegende Erkenntnisse \u00fcber die bauliche Gestalt der mittelalterlichen Burg erbrachten. Das war nicht ganz einfach, denn in den Jahrhunderten, in denen die Burg existierte, wurde zerst\u00f6rt, aufgebaut, abgerissen und abgelagert, so dass letztlich ein ziemliches Durcheinander entstanden war.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend und nach der Zeit der ersten Grabung wurden Teile der Burg wieder aufgef\u00fchrt. Beispielsweise wurden an mehreren Stellen Reste der Ringmauer erg\u00e4nzt. Ferner wurde das Innere und die zusammengefallene Nordseite des so genannten Pulverturms, der Kaiser Otto IV. zugeschrieben wird, neu aufgebaut. Heute hat der Pulverturm, in dem einst sogar die Reichsinsignien aufbewahrt worden sein sollen, eine umfangreiche Restaurierung durch den F\u00f6rderverein Historischer Burgberg und mit Hilfe von Sponsoren erfahren. Der Turm wurde gesichert, Teile neu aufgemauert und eine Aussichtsplattform installiert, die einen Blick auf die Ostburg erm\u00f6glicht und damit auf wesentliche Anlagen der alten Salierburg.<\/p>\n\n\n\n<p><strong> Landesmuseum f\u00fcr Geschichte und Volkstum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chsten Grabungen erfolgten 1958 bis 1960 durch das Braunschweigische Landesmuseum f\u00fcr Geschichte und Volkstum. Sie wurden von Hans-Adolf Schultz geleitet. Einen erheblichen Fortschritt verzeichnete die Harzburg-Forschung durch die gro\u00dffl\u00e4chigen Ausgrabungen des Amtes f\u00fcr Denkmalspflege Hannover unter der Leitung von Maria Keibel-Maier in der Zeit von 1970 bis 1975. Die Grabungen wurden durch geplante Bauvorhaben auf dem Areal der so genannten Ostburg ausgel\u00f6st, die allerdings zur Freude der Denkmalsfreunde nie zum Tagen kamen. Untersucht wurde der ganze Ostteil und kleine Fl\u00e4chen der Westburg im Bereich eines dort geplanten Caf\u00e9s, das dann auch realisiert wurde. Nach Abschluss der Arbeiten wurde wenigstens auf dem Ostteil ein Gro\u00dfteil der Mauerbefunde denkmalpflegerisch gesichert und mit Hinweistafeln versehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zerst\u00f6rerischer Bau eines Caf\u00e9s<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die freigegrabenen Mauerreste auf dem Westteil wurden durch den Bau des Caf\u00e9s \u00fcberdeckt oder zerst\u00f6rt. Die bei allen Grabungen gemachten Funde, soweit sie noch vorhanden sind und vom Landesmuseum gesichert wurden, k\u00f6nnen heute im Museum in der Remise in Bad Harzburg, Forstwiese, betrachtet werden. Eine Initiative von F\u00f6rderverein Historischer Burgberg, Harzklub-Zweigverein Bad Harzburg und des Landesmuseums in Braunschweig hat im Zusammenwirken mit Sponsoren eine M\u00f6glichkeit geschaffen, die Funde in angemessener Form in der Stadt Bad Harzburg selbst zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Burgreste heute<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Burgruinen verteilen sich heute auf einen \u00f6stlichen und einen westlichen Teil des Gesamtareals. Insgesamt sind allerdings nur wenige Reste \u00fcberhaupt erhalten. Die beiden Teile werden durch einen Graben geteilt. Wann der Abschnittsgraben entstand, ist nicht genau festzustellen. Vermutlich bildete die Burg Heinrichs IV. noch eine Einheit, und der Graben wurde geschaffen, als sich in sp\u00e4teren Zeiten die Burganlagen auf den westlichen Teil beschr\u00e4nkten. Die Ost- und die Westburg wurden 1902 durch eine steinerne Br\u00fccke verbunden, die sich \u00fcber den bis dahin trennenden Graben spannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00e4ltesten Baureste aus dem 11. Jahrhundert wurden bei den Ausgrabungen der 70er Jahre \u00fcberwiegend auf dem \u00f6stlichen Teil freigelegt. Sie sind heute als aufgehendes Mauerwerk sichtbar und durch Hinweisschilder der Gesamtanlage zuzuordnen. Durch die topografische Eigenart des Burgberges war die Ostseite die am meisten zu sichernde. Hier entstanden dann auch entsprechende Befestigungswerke. Insbesondere ins Auge fallen die Reste eines Burgtores mit Torkammer an der S\u00fcdseite sowie die Fundamente eines Palas\u2019 und eines runden Turmes. Im Gegensatz zu den gro\u00dfen Fl\u00e4chengrabungen im \u00f6stlichen Teil ist auf der Westburg nur ein kleiner Bruchteil der Gesamtfl\u00e4che freigelegt worden. Deshalb gibt es auch nur wenige sichtbare \u00dcberreste der ersten Burg. Die meisten Zeugen aus alter Zeit wurden dann auch noch 1976 durch ein Caf\u00e9 \u00fcberbaut.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"266\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kammertor.jpg?resize=720%2C266\" alt=\"\" class=\"wp-image-177\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kammertor.jpg?resize=1024%2C378&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kammertor.jpg?resize=300%2C111&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kammertor.jpg?resize=768%2C283&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kammertor.jpg?w=1220&amp;ssl=1 1220w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Das Kammertor<\/h2>\n\n\n\n<p>Im s\u00fcd\u00f6stlichen Bereich befand sich, rechtwinklig zum Mauerlauf versetzt, ein Tor. Durch den Versatz wurde erreicht, dass sich potenzielle Angreifer der Burg mit der rechten, vom Schildarm ungedeckten Seite dem Tor n\u00e4hern mussten. Offenbar hat sich hinter dem Tor nach innen eine Torkammer befunden. Unklar bleibt, wie der Zufahrtsweg zu diesem Tor f\u00fchrte, immerhin f\u00e4llt das Gel\u00e4nde hier steil zum Wehrgraben ab. Die \u00e4lteren Ausgrabungen und die Anlage eines Wanderweges um 1908 haben aussagef\u00e4hige Spuren zerst\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Steinmetz. KR. M.A-W<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"395\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/bild-05.jpg?resize=600%2C395\" alt=\"\" class=\"wp-image-125\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/bild-05.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/bild-05.jpg?resize=300%2C198&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption><strong>Computer-Rekonstruktion des Zwingers an der Ostseite der Burg nach den Ausgrabungsfunden. Erstellt von Philipp Matscho\u00df.<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Zwinger<\/h2>\n\n\n\n<p>Diese Seite der Burganlage war der schw\u00e4chste Punkt zur Verteidigung. Deshalb wurde gerade hier die st\u00e4rkste Befestigung durch den Bau eines Zwingers mit Rund-Turm und Burgmauer erstellt. Das \u00f6stliche Verteidigungswerk, ein Donjon mit zweifl\u00fcgeligem Wohnturm, war fugenlos in einheitlichem Mauerwerk aufgef\u00fchrt. Auf beiden Seiten sind diese Ecken derart eingefugt, dass man davon ausgehen muss, dass dieser Geb\u00e4ude \u00e4lter oder zumindest gleichalt als Ringmauer und Tor ist. Viele bedeutsame Spuren sind durch die urspr\u00fcngliche Schleifung, allgemeine Zerst\u00f6rungen, durch fr\u00fchere Grabungen und nicht zuletzt durch die Anlegung eines Wanderweges um die Ostburg zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, verwischt worden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/rundturm.jpg?resize=600%2C450\" alt=\"\" class=\"wp-image-178\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/rundturm.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/rundturm.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Rundturm<\/h2>\n\n\n\n<p>Text in Arbeit<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"450\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/palas-2.jpg?resize=600%2C450\" alt=\"\" class=\"wp-image-179\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/palas-2.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/palas-2.jpg?resize=300%2C225&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Palas<\/h2>\n\n\n\n<p>Text in Arbeit<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"538\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kapelle.jpg?resize=720%2C538\" alt=\"\" class=\"wp-image-180\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kapelle.jpg?resize=1024%2C765&amp;ssl=1 1024w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kapelle.jpg?resize=300%2C224&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kapelle.jpg?resize=768%2C573&amp;ssl=1 768w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kapelle.jpg?resize=1536%2C1147&amp;ssl=1 1536w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kapelle.jpg?w=1607&amp;ssl=1 1607w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/kapelle.jpg?w=1440 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><figcaption><strong>Bereits 1967 war man auf dem Burgberg (vergebens) einer Kapelle auf der Spur. Foto: <a href=\"https:\/\/bad-harzburg-stiftung.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ahrens-Archiv\/Bad Harzburg-Stiftung<\/a><\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">M\u00f6gliche Krypta<\/h2>\n\n\n\n<p>Es handelt sich um eine k\u00fcnstliche Felsenvertiefung mit einer Fl\u00e4che von 12 mal 12 Meter und einer Tiefe von 1,60 Meter, die bei den Grabungsarbeiten von Maria Keibel-Maier in den Jahren zwischen 1970 und 1975 auf der Ostseite des Abschnittsgrabens freigelegt wurde. Offensichtlich hat hier ein gro\u00dfes Geb\u00e4ude mit einem massiven Unterbau gestanden. Die Ansicht, hier h\u00e4tten sich Reste der k\u00f6niglichen Gruft befunden, die bei den beschriebenen Ereignissen des Jahres 1075 von den Sachsen gesch\u00e4ndet worden sei, hat sehr viel f\u00fcr sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Steinmetz. KR. M.A-W<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"337\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/burgmodell.jpg?resize=600%2C337\" alt=\"\" class=\"wp-image-181\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/burgmodell.jpg?w=600&amp;ssl=1 600w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/burgmodell.jpg?resize=300%2C169&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Burgmodell von 1574<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine Bestandsaufnahme von 1574 zeigt den Zustand der Burg in diese Zeit. Unsicher und im Einzelnen nicht \u00fcberpr\u00fcfbar sind verschiedene \u00dcbermittlungen \u00fcber Wiederaufbaut\u00e4tigkeit im sp\u00e4ten 11. und in der ersten H\u00e4lfte des 12. Jahrhunderts. Ein Modell der Harzburg des Jahres 1574 wurde Karfreitag 2014 nach mehr als sieben Jahre Planung, Gespr\u00e4che mit Beh\u00f6rden und Sponsoren, und vielen Stunden Vereinsarbeit eingeweiht.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide has-media-on-the-right is-stacked-on-mobile\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"565\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/burgbrunnen.png?resize=400%2C565\" alt=\"\" class=\"wp-image-182 size-full\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/burgbrunnen.png?w=400&amp;ssl=1 400w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/burgbrunnen.png?resize=212%2C300&amp;ssl=1 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Geheimnisse des Burgbrunnens auf der Harzburg<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Von Bergingenieur Horst Woick<\/strong><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Der Burgbrunnen auf dem Gro\u00dfen Burgberg in Bad Harzburg birgt so einige Geheimnisse. Wann und wie wurde dieser rund 57 Meter tiefe Wasserspeicher mit einer Wasserleitung aus den Bergen erstellt? Wie floh der K\u00f6nig Heinrich IV. von der Harzburg? Ist seine Krone bei der Flucht wirklich in den Brunnen gefallen, wie es der Sage nach geschah? Gibt es einen Fluchtstollen? Diese Fragen&nbsp; bewegten schon viele Generationen und so kamen Bad Harzburger B\u00fcrger in den Jahren 1966 und 1968 auf den Gedanken, nach Antworten zu forschen. Der Initiator, Hans-Henning Borchardt, wollte anl\u00e4sslich eines Kommunalwahlkampfes den Burgbrunnen erforschen, die verlorene Krone aus dem Sumpf heben, den sagenhaften Fluchtstollen suchen und damit den begehrten Sitz im Stadtrat erringen. Die freiwillige Feuerwehr und das technische Hilfswerk stellten die technische Ausr\u00fcstung, um das Brunnenwasser auszupumpen und eine Personen-Seilfahrt zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>So ging man frohen Mutes an Werk. Die benzinbetriebenen Pumpen stellten aber in etwa 20 m Teufe st\u00e4ndig ihren Betrieb ein. Ein fachkundiger Bergingenieur im st\u00e4dtischen Bauamt wurde zu Hilfe gerufen. Ganz einfach, durch den Verbrennungsbetrieb der Pumpen fehle es im Schacht an Sauerstoff!<\/p>\n\n\n\n<p>Also mussten elektrische Pumpen beschafft werden.&nbsp; Nach 14 Tagen wurden die Arbeiten fortgesetzt und das Wasser war schnell abgepumpt. Hans-Henning Borchardt lie\u00df sich an einem nicht ganz vertrauensw\u00fcrdigen Stahlseil in den Brunnen hinab. Schnell verhedderte er sich tief im Brunnen in den vielen Kabeln und Wasserschl\u00e4uchen und war heilfroh, als er wieder das Tageslicht erblickte. Der Bergingenieur lie\u00df sich als n\u00e4chster hinab und stand bei rund 42 m Teufe auf einer Ger\u00f6llhalde. Mit einem alten Gartenstuhl als Mitbringsel kam er wieder an die Oberfl\u00e4che. Die reale Teufe soll nach \u00e4lteren Angaben 57 Meter betragen. Damit betrug die vorhandene Ger\u00f6llsch\u00fcttung gut 15 Meter oder rund 200 Kubikmeter. Diese sollte aus dem Brunnen entfernt werden, um in den Sumpf zu gelangen. Verschiedene \u00e4ltere Bad Harzburger stellten aber fest, dass angeblich am Ende des 2. Weltkrieges der Volkssturm sich seiner Waffen und Munition im Brunnen entledigt hatte. Damit wurde von einer S\u00e4uberung des Brunnens abgesehen. Die sagenhafte Krone bleibt damit, wo sie ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Sensation war die Entdeckung eines Stollens in etwa 12 Meter. Bisher waren namhafte Arch\u00e4ologen immer davon ausgegangen, dass, wenn es einen Stollen geben sollte, dieser in viel gr\u00f6\u00dferer Teufe, unter dem Schutt,&nbsp; anzutreffen sein w\u00fcrde. Ein Fluchtstollen von mehreren Kilometer L\u00e4nge ist auf viele Burgen immer eine sagenhafte \u00dcberlieferung und danach gibt es auch auf der Harzburg real keinen Stollen, basta. Nun war pl\u00f6tzlich die Erkenntnis eine andere! Eilig wurde eine Arbeitsb\u00fchne in den Brunnen geh\u00e4ngt, um den Einstieg in den Stollen zu erleichtern.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Begehung (bergm\u00e4nnisch: Befahrung) war aber wegen des Ger\u00f6lls so schnell nicht m\u00f6glich. Mit dem Ergebnis der Erkundungen war man aber letztlich zufrieden und die Aktion wurde eingestellt. Es blieben viele Fragen offen. Wurde der Brunnen, eine Wasserzuleitung aus den Bergen und dieser Wasserzuleitungstollen zu Zeiten der ersten Harzburg um 1065 ohne Sprengstoff oder erst viel sp\u00e4ter unter Zuhilfenahme von Sprengstoff erstellt? Wurde diese Anlage beim Bau der Harzburg in rund drei Jahren so komplett&nbsp; oder \u00fcber einen viel l\u00e4ngeren Zeitraum phasenweise gebaut? Was f\u00fcr eine gewaltige bergm\u00e4nnische Leistung steht hinter der Abteufung des Burgbrunnens! Durch sehr harten Hornfels bis zu 57 Meter Teufe. Ohne Sprengstoff, nur mit Schl\u00e4gel und Eisen, eine unvorstellbare Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"350\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/sachsenbrunnen.jpg?resize=500%2C350\" alt=\"\" class=\"wp-image-81\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/sachsenbrunnen.jpg?w=500&amp;ssl=1 500w, https:\/\/i0.wp.com\/die-harzburg.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/sachsenbrunnen.jpg?resize=300%2C210&amp;ssl=1 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Wasserleitung zum Burgbrunnen<\/h2>\n\n\n\n<p>Insbesondere ist auch die Wasserleitung, die vom Kleinen Sp\u00fcketal kommend in den Brunnen m\u00fcndet, zu erw\u00e4hnen. Das Brunnenwasser wurde also st\u00e4ndig durch Frischwasser erg\u00e4nzt.Auch diese 1,3 Kilometer lange Wasserleitung stellt eine ganz besondere Ingenieurleistung dar. Sie bestand aus 52 Zentimeter langen konischen Tonr\u00f6hren, die ineinander gesteckt wurden. Nat\u00fcrlich war die Wasserleitung im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit geraten.Wieder entdeckt wurde sie in Epochen 1855, 1898 und 1929. Das geschah erstmals bei den Versuchen des Burgberghotelwirtes selbst eine Wasserleitung zu legen und dann beim Bau der Seilbahn zum Burgberg. Die Leitung f\u00fchrte vom kleinen Sp\u00fcketal zur S\u00e4perstelle, am Sachsenberg entlang zum Antoniusplatz und von hier durch einen Stollen am n\u00f6rdlichen Burgberghang entlang in den Brunnen. An der S\u00e4perstelle gibt es heute den so genannten ,,Sachsenbrunnen\u201c, der eigentlich kein Brunnen ist, sondern eine Anzapfstelle der alten Wasserleitung.Wer aus dem Sachsenbrunnen trinkt, kann das mit dem Bewusstsein tun, aus einer der \u00e4ltesten Wasserleitungen Deutschlands seinen Durst zu stillen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Virtuelle Zeitreise &#8211; Wissenswertes zur Harzburg Burgbeschreibung Von den zwei unterschiedlichen Bergfrieden ist der viereckige in neuer Zeit in geringem Umfang aufgemauert worden (s. Foto). Der Burgumfang und die wenigen Mauerreste sind auf einer Infotafel vor Ort erl\u00e4utert. 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