Die Wasserleitung zum Burgbrunnen

Insbesondere ist auch die Wasserleitung, die vom Kleinen Spüketal kommend in den Brunnen mündet, zu erwähnen. Das Brunnenwasser wurde also ständig durch Frischwasser ergänzt.Auch diese 1,3 Kilometer lange Wasserleitung stellt eine ganz besondere Ingenieurleistung dar. Sie bestand aus 52 Zentimeter langen konischen Tonröhren, die ineinander gesteckt wurden. Natürlich war die Wasserleitung im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit geraten.Wieder entdeckt wurde sie in Epochen 1855, 1898 und 1929. Das geschah erstmals bei den Versuchen des Burgberghotelwirtes selbst eine Wasserleitung zu legen und dann beim Bau der Seilbahn zum Burgberg. Die Leitung führte vom kleinen Spüketal zur Säperstelle, am Sachsenberg entlang zum Antoniusplatz und von hier durch einen Stollen am nördlichen Burgberghang entlang in den Brunnen. An der Säperstelle gibt es heute den so genannten ,,Sachsenbrunnen“, der eigentlich kein Brunnen ist, sondern eine Anzapfstelle der alten Wasserleitung.Wer aus dem Sachsenbrunnen trinkt, kann das mit dem Bewusstsein tun, aus einer der ältesten Wasserleitungen Deutschlands seinen Durst zu stillen.

 

Förderverein Historischer Burgberg Bad Harzburg eV.
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