Tafel 3

 

         

 

Vorbei am Vorbereich und der Vorburg erreichen man auf dem Burgweg die Hauptburg. Geschützt durch die, nach drei Seiten hin abfallende Berg-Topographie mit einer integrierten Steilklippe, durch einen weiteren vorliegenden Graben und durch eine vieleckige steinerne Ringmauer, war es Angreifer sehr schwierig, die Burg einzunehmen. Es ist nicht bekannt, ob die Kleine Harzburg (eventuell durch die Sachsen im Jahr 1074) zerstört, oder (zu einem unbekannten Zeitpunkt) einfach abgerissen wurde. Zwischen 1904 und 1907 wurde die Kleine Harzburg durch den Forstrat Robert Nehring ausgegraben. Nehring konnte den Aufbau der Anlage im Wesentlichen klären. Im Bereich „A“ ist von der Wegführung her mit dem ehemaligen Hauptzugang zu rechnen. Als Hautgebäude kommt der mit seinem Mauerwerk zum Teil direkt aus der Ringmauer einwickelte Bereich „B“ in Frage. Es kann sich hierbei um einen mehrteiligen „Palas-artigen“ Bau handeln, wie er auch auf der Großen Harzburg zu finden ist. Nehring hat hier bei seinen Grabungen bis zu 3 Meter Schutt weggeräumt. Er betont dabei, dass sich die Mauerwerkstechnik nicht von der, auf der Großen Burg angewendeten Technik unterscheidet. Eine Grube „i“ im mittleren Bereich des Burghofes ist nach Nehrings Ansicht als „Schmiede“ zu deuten. Im Umfeld dieses Bereiches wurden viele Eisenschlacken gefunden. Weitere Baulichkeiten („d“, „e“, „f“) sind lokalisiert, aber in ihrer Funktion noch nicht bestimmt. Eine besondere Entdeckung war 1904 der Burgbrunnen „g“, der bis 1907 völlig ausgegraben wurde.

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